Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
E-Bike,
Ausprobiert,
13.04.2026
Der E-Renner «Endurace:ONfly CF 7» von Canyon besticht durch ein geringes Gewicht und einen bemerkenswert dezenten Antrieb. Der Aufbau aus dem Versandkarton hielt in unserem Test jedoch eine unschöne Überraschung bereit.
Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
E-Bike,
Ausprobiert,
13.04.2026
Rennvelo mit Rückwind beim Klettern: Canyon «Endurace:ONfly CF 7». (Fotos: Velomedien, Fabian Baumann)
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Canyon verkauft seine Velos primär online und liefert sie als Direktversender vormontiert im Karton an die Kundschaft. Normalerweise bereitet der finale Aufbau keine Probleme, und an der Montagequalität gibt es selten etwas zu bemängeln.
Doch beim Testmodell des «Endurace:ONfly CF 7» verlief der Start harzig. Das Einsetzen von Vorderrad und Sattelstütze sowie die Montage der Pedale gelangen zwar rasch; die Integration von Kabeln und Bremsleitungen im Inneren des Rahmens und Lenkers ist bei diesem Canyon-Velo jedoch bereits ab Werk weit fortgeschritten.
Beim Anschrauben der Lenkerenden mit den Bremsschaltgriffen wurde uns rasch klar: Die Vorderradbremse liess sich nicht betätigen.
Der Grund war schnell gefunden: Die zu lang bemessene Bremsleitung wurde im Inneren des Lenkers geknickt – die Bremse blockierte.
Da sich dieses Problem nicht in Eigenregie beheben liess, musste das Bike in die Werkstatt.
Glücklicherweise arbeitet Canyon in der Schweiz mit Servicepartnern zusammen, wie beispielsweise der Velowerkstatt CycleLab in Zürich, die Garantieleistungen unkompliziert übernimmt. Innert zweier Tage war die Leitung ersetzt und auf die korrekte Länge gekürzt. Endlich war das Rennvelo fahrbereit.
Schön integriert: Scheinwerfer und Rücklichter fügen sich dezent ins Erscheinungsbild des E-Rennvelos ein.
Auf der Strasse vermochte das E-Rennvelo grundsätzlich zu gefallen, wenngleich die Lenkung für unseren Geschmack etwas agil ausfiel. Der Aerolenker fügt sich optisch ansprechend in die smarte Gesamterscheinung ein. Wer die Hände während der Fahrt jedoch gerne mittig am Oberlenker platziert, dürfte sich ein grossflächiger gewickeltes Lenkerband wünschen.
Kritiklos passierte hingegen die Schaltung den Test: Die elektronische «105 Di2» von Shimano arbeitet knackig, schnell und präzise. Die Abstufung ist exzellent gewählt, sodass weder in der Ebene noch an steilen Rampen oder in rasanten Abfahrten der passende Gang fehlt.
Als Antrieb kommt der kompakte TQ-Motor zum Einsatz. Dieser verrichtet seine Arbeit exakt so, wie er soll: Er unterstützt genau dann, wenn die Extra-Power gebraucht wird. Auf flachen Etappen rollt das Rennvelo dank des geringen Tretwiderstands auch ohne Motorunterstützung wirklich gut.
Wer jedoch auf etwas elektronischen Rückenwind angewiesen ist, kann zwischen drei Unterstützungsstufen (tief, mittel, hoch) wählen. Gesteuert wird das System über einen unscheinbaren Knopf am rechten Lenkerende. Einmaliges Drücken schaltet das System ein – was zwingend nötig ist, da sonst auch die elektronische Schaltung stromlos bleibt. Weitere Knopfdrucke wechseln die Unterstützungsstufen.
Eine farbige LED gibt Auskunft über den gewählten Modus (Hellblau: System an, Grün: tief, Blau: mittel, Rot: hoch) und den Akkustand. Einziger Wermutstropfen: Das Wechseln der Stufen am Lenkerende ist während der Fahrt ergonomisch unglücklich gelöst und gewöhnungsbedürftig. Ein Taster direkt an den Bremsgriffen (Hoods) wäre hier deutlich nutzerfreundlicher und sicherer.
Am Berg spielt das E-Rennvelo seine Stärken dann voll aus. Der TQ-Motor arbeitet bemerkenswert leise und ergänzt die eigene Beinkraft so natürlich, als würde eine unsichtbare Hand am Rücken sanft, aber beständig anschieben. Dass diese Motorunterstützung im steilen Gelände auch nötig ist, zeigt ein Blick auf die Waage: Mit knapp 12 kg ist das Bike für ein Elektrovelo zwar ein absolutes Leichtgewicht, für ein sportliches Carbon-Rennvelo jedoch ordentlich schwer. Ohne E-Antrieb würde sich dieses Mehrgewicht an steilen Rampen rasch und unangenehm bemerkbar machen.
Wie schon bei anderen Modellen hat Canyon in Zusammenarbeit mit dem Beleuchtungsexperten Lupine eine clevere Rücklichtlösung entwickelt. Die charakteristischen «X Lupine SightStays» sind formschön in die hinteren Sitzstreben integriert und permanent eingeschaltet. Vorne sorgt ein helles «Lightskin U1 Ultra», das elegant unter dem Lenker montiert ist, für optimale Sichtbarkeit im Strassenverkehr. Die Stromversorgung läuft dabei praktisch direkt über den Hauptakku.
Ein beruhigendes Detail für den Alltag ist zudem der im Rahmen verborgene GPS-Tracker. Dank eines eigenen kleinen Akkus lässt sich das Velo selbst bei entleertem Hauptakku bis zu vier Wochen lang orten. Käuferinnen und Käufer erhalten beim Erwerb des Bikes ein vierjähriges Abonnement für diesen Tracking-Dienst inklusive.

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