Veloförderung: Das Prinzip «Nein, aber»

Der Bund will eine Verdoppelung der zurückgelegten Velokilometer und -wege. Das Motto lautet: mehr, weiter, öfter. Wie soll das umgesetzt werden? Eine Spurensuche.

Pete Mijnssen, Chefredaktor (pete.mijnssen@velojournal.ch)
Schwerpunkt, 16.05.2024

Seit einem Jahr verpflichtet das Veloweggesetz die Kantone und Gemeinden, bis 2027 ein zusammenhängendes Velowegnetz zu planen und bis Ende 2042 umzusetzen. Zentrale Stelle ist das Bundesamt für Strassen (Astra). Dieses hat verschiedene Studien erstellen lassen, wie die Veloinfrastruktur verbessert werden könnte. Unter anderem eine Machbarkeitsstudie zu Velobahnen entlang bestehender Nationalstrassen und Bahnlinien und weitere Grundlagenuntersuchungen.

So gibt es nun einerseits die gesetzliche Verpflichtung zum Ausbau der Velowege und zur Förderung des Veloverkehrs. Zugleich hat das Parlament 5,3 Milliarden Franken für den Ausbau der Autobahnen beschlossen. Begründet wurde der geplante Ausbau mit den wachsenden Mobilitätsbedürfnissen, vor allem in den Agglomerationen rund um die städtischen Zentren, und der Beseitigung von Engpässen. Dagegen ist das Referendum ergriffen worden, die Abstimmung findet voraussichtlich im November statt.

ÖV-Velo, statt noch mehr Autoverkehr 

2020 belief sich der CO2-Verkehrsausstoss auf insgesamt 13,5 Millionen Tonnen (ohne internationalen Flugverkehr). Das entspricht beinahe 40 Prozent der Schweizer CO2-Emissionen. Statt zu sinken, ist der Ausstoss von Treibhausgasen im Verkehr zwischen 1990 und 2020 sogar gewachsen. Um die verpflichtenden Klimaziele zu erreichen, wäre eine Mobilitätsumverteilung dringend nötig. Und eigentlich einfach ...

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