Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
30.08.2024
Vor fünf Jahren hat BMC mit der Modellreihe «Urs» erste Gravelbikes lanciert. Nun kommt die zweite Generation der Bikes. Diese sind vielseitiger als je zuvor und decken beim Preis eine Spanne von fast 10'000 Franken ab.
Laurens van Rooijen,
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(lvr@cyclinfo.ch)
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30.08.2024
Gravelbikes sind die Trendvelos der Stunde: BMC lanciert mit der Modellreihe «Urs» darum neue Gravelbikes. (Foto: ZVG)
Wer das Velo im Öffentlichen Verkehr transportieren will, kommt in der Schweiz kaum mehr um eine kostenpflichtige Reservierung herum. Bei den SBB gilt die Reservationspflicht schon längt, nun macht auch Postauto ernst.
Ab diesem Sommer muss für die Mitnahme eines Mountainbikes, Gravelbikes oder Rennrads eine Reservation getätigt werden. Die Reservationspflicht gilt laut Postauto «auf den meisten touristischen Linien, auf denen die Postautos für den Velotransport mit einem Heckträger oder einem Anhänger ausgerüstet sind».
Konkret bedeutet das: Zwischen Mai und Oktober muss in Graubünden, in der Zentralschweiz, im Berner Oberland, im Wallis und vereinzelt in der Romandie jeweils vorgängig ein Ticket für den Velotransport gelöst werden. Die Reisenden können ihren Velo-Transportplatz via SBB-App und -Webshop oder an einem Schalter lösen. Das Ticket kostet wie bei den SBB 2 Franken.
Wer das Postauto nutze, um sein Velo zu transportieren, solle ein positives Reiseerlebnis haben, heisst es beim Transportunternehmen. Die Reservationspflicht biete den Kundinnen und Kunden Planungssicherheit. Wer einen Platz für sein Mountainbike reserviert, weiss, dass das Bike im Bus sicher transportiert werden kann. Umgekehrt würden auch die Chauffeurinnen und Chauffeure entlastet, da «künftig schwierige Diskussionen entfallen, weil die Zahl der Velos die Zahl der Transportplätze übersteigt».
Die Mitnahme von Velos im Postauto ist in der Schweiz sehr beliebt. Laut Mitteilung des Busunternehmens haben sich die Transportzahlen in Graubünden innerhalb von zehn Jahren verdoppelt. 2023 hat Postauto mehr als 50‘000 Fahrräder im Kanton Graubünden befördert. Insgesamt werden auf den touristischen Linien in den Kantonen Graubünden, Wallis und Bern jährlich mehr als 110'000 Bikes befördert.
Gegen mehr Planungssicherheit sei nichts einzuwenden, heisst es bei Pro Velo Graubünden. Planungssicherheit habe aber zwei Seiten Vor allem bei der Rückreise liege es in der Natur der Sache, dass Bikerinnen und Biker nicht schon weit im Voraus bestimmen könnten, wann sie von der Tour zurückkehren oder gar wo sie in welchen Postauto-Kurs zusteigen würden.
Die Velo-Reservationspflicht im Postauto betrifft zudem nicht nur den Freizeit-, sondern auch den Pendelverkehr in der Agglomeration Chur, hält die Bündner Velolobby fest. Für Personen, die mit dem Velo zur Arbeit nach Chur fahren, sei es künftig nicht mehr ohne weiteres möglich, abends spontan das Postauto für den Heimweg zu nutzen, etwa wenn es regne oder spät geworden sei.
Gleich mit dem ersten Gravelbike der Firmengeschichte wollte es BMC vor fünf Jahren so richtig wissen: Das «Urs» (kurz für «unrestricted») bot Platz für bis zu 45 mm breite Reifen, eine progressive Geometrie und eine minimalistische Federung am Hinterbau des Carbonrahmens. Damit stellte das Gravelbike einige Konventionen in Frage.
Zwei Jahre darauf folgten Modelle mit Alu-Rahmen und nochmals ein Jahr später schoben die Grenchener mit dem «Kaius» eine auf Rennen und Effizienz getrimmte Plattform nach.
Nach fünf Jahren rollt nun die zweite Generation des «Urs» los und zeigt, wie sich das boomende Gravelbike-Segment in den vergangenen Jahren ausdifferenziert hat. Denn das neue BMC «Urs» kommt gleich in vier Baureihen mit verschiedenen Modellen auf den Markt – drei Mal mit Rahmen aus Carbon und einmal mit Alu-Rahmen.
Mit Platz für breite Reifen, einer grossen Übersetzungsbandbreite und vielen Gewinden und Ösen zur Montage von Taschen und Zubehör sind die BMC-«Urs»-Modelle bereit fürs grosse Abenteuer. (Foto: ZVG)
Die drei «Urs 01»-Modelle kombinieren hochwertige Rahmen und Gabeln aus Carbon mit dem «MTT»-Federungskonzept an Hinter- und Vorbau. Dieses von BMC «Micro Travel» genannte Konzept nimmt mit nur 10 mm Federweg ermüdenden Erschütterungen die Spitze. Dazu kommen eine elektronische Schaltung und hydraulische Scheibenbremsen von Sram.
Wer es nochmals wilder mag, greift zu einem der beiden «Urs 01 LT»-Modelle. Diese kombinieren die «MTT»-Federung an den Sitzstreben mit der neuen, hauseigenen «MTT»-Federgabel, die ihre 20 mm Federweg elegant im Steuerrohr versteckt.
Die «Urs Two»-Serie ist um etwas einfachere Rahmen und Gabeln aus Carbon aufgebaut, bietet aber wie die exklusiveren Geschwister auch ein Staufach im Unterrohr und zahlreiche Gewinde und Ösen zur Montage von Taschen und anderem Zubehör – und ein rundes Sitzrohr.
Auch wenn die «MTT»-Technologie nur wenig Federweg an Hinterbau sowie an Gabel oder Vorbau bietet, dämpft sie im Fahrbetrieb ermüdende Vibrationen erstaunlich effizient ab. (Fotos: ZVG)
Abgerundet wird die zweite «Urs»-Generation durch nicht weniger als fünf Modelle mit einem Rahmen aus Aluminium. Dies bringt den Einstiegspreis für die Gravelbikes von BMC bis auf Fr. 2299.– hinunter. Selbst diese Einsteigermodelle sind mit einer Gabel aus Carbon ausgestattet, Rahmen wie Gabel bieten Ösen und Gewinde zur Montage von Schutzblechen, einem Gepäckträger und weiterem Zubehör wie Taschen und Flaschenhalter.
Am anderen Ende der neuen «Urs»-Modellreihe steht das Flaggschiff «Urs 01 One» mit einem empfohlenen Verkaufspreis von Fr. 11'999.–. Für eine maximale Bandbreite der Übersetzung kombiniert BMC bei diesem Top-Gravelbike Srams «RED AXS»-Rennradschaltung mit ihren 12 Gängen mit einem Schaltwerk und einer Kassette aus der «XX SL Eagle»-Gruppe.

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