Zürcher Stadtrat begrüsst Velorouten-Initiative

In Zürich gibt es verschiedene politische Vorstösse, die das Velofahren voranbringen wollen. So auch die Velorouten-Initiative. An seiner Sitzung vom 10. Juli hat der Stadtrat diese zur Zustimmung empfohlen.

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11.07.2019

Die Zürcherinnen und Zürcher haben sich in den vergangenen Jahren wiederholt für eine Politik ausgesprochen, die das Velofahren fördert. Und auch die Stadt selbst verfügt mit dem Masterplan Velo über einen konkreten Auftrag, das Verkehrsklima nachhaltig zu verändern. Trotz vieler hochfliegender Pläne, aus Zürich eine Velostadt zu machen, harzt es bei der Umsetzung.

Nun liegt eine neue Initiative auf dem Tisch, die das Radfahren in der grössten Schweizer Stadt voranbringen will. Der Stadtrat begrüsst deren Stossrichtung. An seiner Sitzung vom 10. Juli hat der Stadtrat die Velorouten-Initiative zur Zustimmung empfohlen. Diese wurde im November 2018 von der SP zusammen mit den Grünen, AL ,GLP, Pro Velo und umverkehR lanciert.

Ja zur Velorouten-Initiative

Ziel ist ein durchgängiges, grundsätzlich autofreies Netz, auf dem sich Velofahrende sicher und rasch durch die Stadt bewegen können. «Der Stadtrat beurteilt die Stossrichtung der Initiative ‹Sichere Velorouten für Zürich› als sinnvoll und zielführend», heisst es in einer Mitteilung der Exekutive. Ebenso wie die Initianten wolle auch der Stadtrat das Velofahren in Zürich flüssiger und sicherer machen.

Den Fahrradverkehr auf Quartierstrassen zu privilegieren, wie es die Initiative fordert, erachten man als «sinnvoll und zielführend». Bei einer allfälligen Umsetzung des Anliegens sei jedoch die Quartierverträglichkeit zu wahren. Will heissen: Die Interessen der Quartierbevölkerung und des Fussverkehrs sollen nicht tangiert werden.

Stadtrat präsentiert weitere Ideen 

Dem Stadtrat schweben neben den mit der Initiative geforderten partiellen Fahrverboten und der Aufhebung des Rechtsvortritts auf einzelnen Strassenabschnitten weitere Massnahmen zur Verbesserungen des Veloverkehrs vor. Dazu gehöre etwa die Signalisation von «Velostrassen», die der Bund künftig zulassen wolle, heisst es im am Mittwoch verschickten Communiqué.

Aber auch mehr Tempo-30-Zonen sowie das Aufheben und Versetzen von Parkplätzen seien denkbar. Ferner solle es zusätzliche Velostreifen an Knotenzufahrten geben. Und die Ampeln sollen velogerecht gesteuert werden und die Veloführung besser signalisiert und sichtbar gemacht werden. 

 

Bild: ZVG

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