Zürcher Gewerbetreibende sollen Cargobikes nutzen

Lastenvelos haben ein grosses Potenzial für den Gütertransport in Städten. In Zürich sollen Gewerbetreibende darum einen Bonus erhalten, wenn sie auf Cargobikes statt Autos setzen. Das fordert die SP mit einem Postulat.

Julie Nielsen, Redaktorin (julie.nielsen@velojournal.ch)
News, 13.04.2023

Damit in der Limmatstadt bis 2040 «netto null» erreicht werden kann, sollen möglichst viele Personen vom Auto aufs Velo umsteigen. Auch Personen, die Lasten transportieren, sollen nach Möglichkeit ein Fahrrad oder ein Cargobike wählen.


Bonus fürs Gewerbe

Um Kleingewerbetreibende zu motivieren, dass sie ihre benzinbetriebenen Autos stehen lassen und stattdessen ein Cargobike nutzen, sollen Boni eingeführt werden. Auch für Veloähnliche Fahrzeuge soll die finanzielle Unterstützung gelte. Der Bonus wird aber nur dann ausgesprochen, wenn die Lastenvelofahrten tatsächlich Autofahrten ersetzen.

Das Stadtparlament hat am 12. April ein entsprechendes Postulat der SP an den Stadtrat überwiesen.

Der Stadtrat hat nun zwei Jahre Zeit, zu prüfen, wie das Bonusprogramm umgesetzt werden soll und wie hoch die finanzielle Förderung ausfallen könnte.


Fördergelder

Sollten Zürcher Gewerbetreibende dereinst Fördergelder für den Einsatz von Cargobikes erhalten, wären sie damit in der Schweiz in guter Gesellschaft. In der Zentralschweiz fördert die Albert Koechlin Stiftung den Einsatz von Lastenvelos bereits seit zwei Jahren. Die Luzerner Stiftung übernimmt 60 Prozent der Anschaffungskosten eines E-Lastenvelos. Das allerdings unter der Voraussetzung, dass die Betriebe die Cargobikes für Fahrten einsetzen, die sonst mit dem Auto oder Lieferwagen gemacht würden.

 

 

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