Velotixi startet in Zürich einen Fahrdienst für Menschen im Rollstuhl

Ende Juli hat der gemeinnützige Verein Velotixi Züri einen neuen Fahrdienst auf drei Rädern lanciert. Hinter dem Angebot steht engagierte Freiwilligenarbeit.

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News, 06.08.2022

Diesen Monat feiert Velotixi Züri den Auftakt. Der gemeinnützige Verein bietet ab sofort in der Stadt Zürich einen emissionsfreien Fahrdienst für Menschen im Rollstuhl an.

Fokus auf Minderjährige im Rollstuhl

«Mit unserem Fahrdienst erweitern wir das bestehende Angebot auf eine Weise, die frische Luft, Erlebnis und Freude bietet», sagt der Vereinspräsident und Initiant Berkin Baser. In einem ersten Schritt fokussiert sich das Projekt auf begleitete Fahrten für Minderjährige. «Diesen Schwerpunkt legen wir, weil wir gerne Kindern und Jugendlichen das Gefühl der Freiheit vermitteln möchten.» Grundsätzlich steht das Angebot aber allen Vereinsmitgliedern offen.

Sicherheit steht beim Fahrdienst im Zentrum

Die Flotte beschränkt sich derzeit auf vier elektrisch betriebene Dreirad-Pedelecs. Die Gefährte sind im Strassenverkehr langsamen E-Bikes gleichgestellt. Baser betont aber, dass der Verein zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen trifft. «Es werden nur Fahrende zugelassen, die einen gültigen Fahrausweis besitzen und an allen internen Weiterbildungen teilnehmen.»

«Wir möchten gerne Kindern und Jugendlichen das Gefühl der Freiheit vermitteln.»

Berikin Baser, Velotixi

Das geschieht – wie auch die restliche Vereinsarbeit – auf ehrenamtlicher Basis. «Der Einsatz erfolgt aus Überzeugung für die selbstbestimmte Freizeitgestaltung», erläutert Vize-Präsidentin Sonja Rueff-Frenkel.

Integrierte Mobilitätsforschung

Die fixen Kosten deckt der Verein mit dem Preisgeld des Stadtzürcher Wettbewerbs «Für Züri» in der Höhe von 153’694 Franken. Zu den dort festgehaltenen Projektzielen gehört auch, die emissionsfreie Mobilität für Menschen mit Gehbehinderung während zwei Jahren – der angedachten Projektdauer – zu erforschen und die Erkenntnisse festzuhalten.

Zudem führt die Hochschule Luzern eine Mobilitätsstudie durch, bei der laufend anonymisierte GPS-Daten analysiert werden, die am Ende ein Bild der Mobilitätsbedürfnisse von Menschen mit Rollstuhl in Zürich aufzeigen.

Alle Outputs sollen Nachfolgeorganisationen zur Verfügung stehen.

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