Specialized setzt den Rotstift an

Die Lager der Velohersteller sind voll. Um die Verkäufe anzukurbeln, werden darum die Preise bereits zu Beginn der Saison reduziert. Und das nicht zu knapp, wie Specialized aktuell zeigt.

Laurens van Rooijen, Autor (lvr@cyclinfo.ch)
News, 29.04.2024

Jahrelang hatte Specialized die Produktionsplanung und die Vertriebskanäle so gut im Griff wie kaum ein anderer Hersteller: Weder tauchten die Velos und E-Bikes bei preisaggressiven Versendern auf, noch drückte die Marke selbst auf die Preise.

Eher hatte man bisweilen das Gefühl, dass bewusst konservativ kalkuliert wurde, um über eine Verknappung des Angebots die Preise bis zum Wechsel des Modelljahrs hoch und stabil zu halten.

Doch im Frühjahr 2024 gelten offensichtlich andere Regeln und Logiken – und Specialized lässt diese Woche nun die Rabatthosen runter bis auf die Knöchel.

Bis zu 50 Prozent Rabatt bei Specialized

Ein Blick auf die Website von Specialized zeigt zeitlich befristete Preisreduktionen, die teils markant ausfallen: Von wegen «zahle ein Velo, erhalte zwei». So ist das Specialized «S-Works Stumpjumper EVO» statt für Fr. 13’700.- nun für Fr. 6850.- zu haben, also für glatt die Hälfte.

Bei erst vor Kurzem lancierten Plattformen wie dem «S-Works Diverge STR» fällt der Preisabschlag mit Fr. 1700.- dagegen bescheiden aus. Das Gravelbike von Specialized kostet auch so noch Fr. 14’000.-.

Klar ist, dass bei manchen dieser Preise niemand mehr Geld an den Velos und den E-Bikes verdient. Specialized hat in den Schadensbegrenzungs-Modus gewechselt, und weitere Hersteller dürften dem Beispiel in den kommenden Wochen folgen.

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