Schweizer Velomechaniker brillieren

Die Schweizer Velomechaniker haben beim 13. Europacup der Zweirad-Mechatroniker eine Glanzleistung gezeigt. Die Delegation reiste vom Wettbewerb mit Gold und Silber nach Hause.

Laurens van Rooijen, Autor (lvr@cyclinfo.ch)
News, 30.03.2022

Am Wochenende vom 26. und 27. März fand die mittlerweile 13. Austragung des Europacups der Zweirad-Mechatroniker statt. 22. Kandidatinnen und Kandidaten reisten in die Niederlande – genauer zum Wettbewerb in der Berufsschule Koning Willem I College in s'Hertogenbosch. Die jungen Berufsleute kamen aus den sieben Ländern Dänemark, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Polen, Tschechien und der Schweiz.

Beim Wettkampf galt es, ihr handwerkliches Geschick und ihr im Zuge der Berufsbildung erworbenes Fachwissen unter Beweis zu stellen. Die Schweizer Delegation war mit besonders hohen Ambitionen angereist, gingen doch die Siege in beiden Kategorien bei vier der letzten fünf Wettbewerbe an Velomechanikerinnen und Velomechaniker, die ihre Berufslehre in Schweizer Betrieben absolviert hatten.

Fordernder Wettbewerb

Während insgesamt sieben Stunden mussten die jungen Berufsleute eine Reihe praktischer Aufgaben lösen, was von allen Teilnehmenden viel Konzentration und Ausdauer forderte. Am Ende schaute für das Schweizer Team bei den Velomechanikern ein Doppelsieg heraus: Anthony Hovy vom Veloschöpfli Zürcher in Frutigen durfte als Europacup-Sieger die goldene Trophäe in Empfang nehmen, während die silberne Auszeichnung an Beni Burch von der Auer Power Velos GmbH in Sarnen ging.

Als Dritter klassierte sich der Deutsche Tim Kohlbach. Auch bei den Motorradmechanikern schwang mit Maxim Hürlimann von der Gloggner 2Rad GmbH in Emmen ein Schweizer oben aus, während Florian Hartmann vom Motocenter Seetal AG in Hochdorf das Podest nur knapp verfehlte.

Qualität des dualen Bildungswegs

Aus Sicht von 2rad Schweiz bestätigt dieser neuerliche Erfolg beim europäischen Berufswettbewerb die Qualität des dualen Berufsbildungsmodells in der Schweiz, bei dem die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb über mindestens drei Jahre hinweg mit der Vermittlung von Schulstoff an der Berufsschule kombiniert wird. Bei der nächsten Austragung des Europacups der Zweirad-Mechatroniker werden die Schweizer Lehrabsolventinnen und -absolventen zusätzlich vom Heimvorteil profitieren können.

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