Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
08.03.2022
Die zwei Schweizer Velohersteller Komenda und Tour de Suisse wollen künftig enger zusammenspannen. Dafür haben sie das Label «Schweizer Velo» geschaffen, das auch die heimische Produktion und den Handel stärken soll.
Laurens van Rooijen,
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(lvr@cyclinfo.ch)
News,
08.03.2022
Mit dem Label «Schweizer Velo» sollen die Velofertigung und die Velobranche in der Schweiz gestärkt werden. (Foto: Pete Mijnssen)
Der Schweizer Velomarkt ist in Bewegung: Direktversender wie Canyon und Rose Bikes gewinnen auch hierzulande zunehmend Marktanteile und Decathlon drängt mit einem enorm breiten Sortiment ins Land. Als Reaktion darauf beginnen auch klassische Fachhandelsmarken wie Specialized mit der direkten Belieferung von Endverbrauchern.
Dazu kommt, dass viele Konsumentinnen in der Schweiz ihre traditionelle Zurückhaltung gegenüber Online-Einkäufen in den beiden Pandemiejahren überwunden haben. All diese Entwicklungen stellen Velohersteller mit traditionellen Vertriebsmodellen wie dem Fachhandel vor eine echte Herausforderung: Wie soll man auf diese Entwicklung reagieren und sich gegen diese neuen Wettbewerber behaupten?
Die Lancierung des Labels «Schweizer Velo» ging in zwei Schritten vor sich: Zuerst trafen sich rund 100 geladenen Gäste in den Alpa Werken in Sirnach. (Foto: Laurens van Rooijen)
Mit Komenda und Tour de Suisse setzen nun zwei Familienunternehmen, die sowohl als Vertriebsakteure als auch als Anbieter eigener, nach Kundenwunsch individualisierbarer Velos am Markt aktiv sind, auf eine vermehrte Kooperation im Interesse des Schweizer Velos. Schliesslich sind die beiden Unternehmen zwar Mitbewerber, sehen sich aber auch gemeinsamen Herausforderungen gegenüber.
Darum haben sie sich mit Innosuisse, der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung sowie der Fachhochschule Ost kurzgeschlossen, namentlich mit Samuel Böhni vom Institut für Innovation, Design und Engineering. Rasch wurde klar, dass man sich über Qualität sowie Kompetenz und Service auch nach dem Verkauf von Online-Mitbewerbern abgrenzen und bei Konsumentinnen und Konsumenten profilieren will. Und dass die Digitalisierung viele Synergie-Effekte bietet.
Komenda-Geschäftsführer Dirk Kurek legte sich im Eingangsreferat leidenschaftlich für den Standort und Werkplatz Schweiz ins Zeug – und für den Velofachhandel. (Foto: Pete Mijnssen)
Eine zentrale Rolle sollen dabei die aktuell rund 1700 Velofachhändler in der Schweiz spielen. Denn angesichts hochgradig differenzierter Angebote und komplizierter Technik ist deren Kompetenz bei der individuellen Beratung wie in der Werkstatt so gefragt wie nie zuvor – Internet hin oder her.
In Kooperation mit dem Fachhandel wollen Komenda und Tour de Suisse ein Modell mit jährlichen Abonnementsgebühren einführen, das für Fr. 119.90.- pro Jahr ausser einer Diebstahl- und Vollkasko-Versicherung auch einen Pannenservice und die Stellung eines Ersatzbikes im Schadensfall beinhalten soll.
Damit soll dem gestiegenen, materiellen Wert von Velos im Zuge der Elektrifizierung und deren wichtiger Rolle für die Mobilität der Kundschaft Rechnung getragen werden. So sei das Label «Schweizer Velo» auch ein Qualitätsversprechen, wie Tour-de-Suise-Geschäftsführer Reto Meyer betont.
Sie wollen das Label «Schweizer Velo» mit Inhalt versehen: Samuel Böhni von der Fachhochschule OST (Mitte), Alexandra Komenda und Reto Meyer von Tour de Suisse. (Foto: Peter Hummel)

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