Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
12.12.2022
Probleme mit den globalen Lieferketten beschäftigen die Velohersteller nach wie vor. Weil Teile aus China fehlen, kann Rose Bikes rund 45'000 Fahrräder und E-Bikes nicht ausliefern.
Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
12.12.2022
Die Produktionsplanung und die Beschaffung der für den Bau von Velos und E-Bikes benötigten Komponenten und Teile kam in den vergangenen Jahren einem Hindernislauf gleich.
Und die Probleme sind noch längst nicht ausgestanden, wie das Beispiel des deutschen Direktversenders Rose Bikes zeigt.
Gegenüber lokalen Medien sagte Geschäftsführer Thorsten Heckrath-Rose, dass am Hauptsitz in Bocholt inzwischen 45'000 Velos und E-Bikes lagern, die wegen fehlender Teile aus China nicht komplettiert und an Kunden ausgeliefert werden können.
Daher ist es kaum überraschend, dass sich die Unternehmensführung zum Handeln gezwungen sah.
Rose Bikes bietet der Kundschaft viel Flexibilität bei der Ausstattung. Aber wenn Teile nicht geliefert werden, stockt auch die Produktion. (Foto: ZVG)
Um die Liquidität des Unternehmens sicher zu stellen, wurden laut Heckrath-Rose nun zusätzliche Kredite aufgenommen. Das gelang ohne Komplikationen, weil das Unternehmen die Ursache der aktuellen Probleme klar darlegen konnte.
Zudem vermochte Rose Bikes die Umsätze zuletzt klar zu steigern: Für das Jahr 2021 betrug der Umsatz 174 Millionen Euro, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 17 Prozent bedeutete.
Und im November 2022 lag der Umsatz im Vergleich zum Oktober 2021 gar um 47 Prozent höher – und das trotz der oben beschriebenen Probleme in der Zulieferkette.
Als Wachstumstreiber Nummer 1 verweist Thorsten Heckrath-Rose auf das Gravelbike-Segment, wo der Marktanteil von Rose Bikes in Deutschland bei rund 15 Prozent liege.
Trotz der Probleme mit der Zulieferkette sieht Geschäftsführer Thorsten Heckrath-Rose das Unternehmen Rose Bikes auf Kurs – auch dank der boomenden Gravelbikes. (Foto: ZVG)
Um zusätzlich Einnahmen zu generieren und dringend benötigten Platz im Lagerhaus zu schaffen, wurden zudem die Preise für lieferbare Modelle sowie diverse Teile und Zubehör im Online-Shop von Rose Bikes um im Schnitt rund 15 Prozent gesenkt.
Keine Änderung gab es dagegen bei der Anzahl Beschäftigter, die der Hersteller mit 580 Personen angibt. Ein Blick auf den Stellenmarkt zeigt zudem, dass es bald einfacher wird, etwa ein Rose Gravelbike in der Schweiz zu kaufen. Der Direktversender will seine Präsenz hierzulande ausbauen. In Basel soll nach Bern und Meilen der nächste Standort eines stationären Ladenlokals eröffnet werden.

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