Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
23.03.2026
Der deutsche Velohersteller Rose Bikes schliesst das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Umsatzplus ab. Neben dem Fokus auf Gravelbikes und Rennräder baut das Unternehmen auch sein Schweizer Servicenetzwerk weiter aus.
Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
23.03.2026
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 (1. November 2024 bis 31. Oktober 2025) erwirtschaftete Rose Bikes einen Gesamtumsatz von 215 Millionen Euro – ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Deutlicher fällt das Wachstum im reinen Bike-Segment aus: Das Kerngeschäft mit Velos und E-Bikes legte im Jahresvergleich um starke sieben Prozent zu.
Massgeblich für den Erfolg bleibt das Velo-Segment. Vor allem bei Gravelbikes und Rennrädern verzeichnete das Familienunternehmen eine anhaltend hohe Nachfrage. Rose Bikes begründet die starke Wettbewerbsposition mit modernen Rahmenplattformen, kontinuierlicher technologischer Weiterentwicklung und einer hohen Geschwindigkeit in der Produktentwicklung. Parallel zum Umsatz konnte Velohersteller aus Bocholt auch seine Profitabilität im vergangenen Jahr deutlich steigern.
Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Rose Bikes optimistisch und prognostiziert einen moderaten Umsatzanstieg auf rund 230 Millionen Euro. Als zentrale Erfolgsfaktoren sieht die Marke eine intensivierte Kundenbindung – etwa durch die hauseigene Community «Rose Circle» – sowie den Ausbau des Engagements im Profiradsport.
Mit dem Team «Unibet Rose Rockets» ist die Marke wieder stark im internationalen Rennsport vertreten. Auch wenn es mit der erhofften Wildcard für die Tour de France nicht geklappt hat, wird die Mannschaft beim Giro d'Italia an den Start gehen und die internationale Sichtbarkeit von Rose Bikes weiter erhöhen.
Im Frühjahr 2024 eröffnete Rose Bikes in St.Gallen den vierten Flagship-Store – nach Meilen, Bern und Basel.
«Der Markt befindet sich in einer Phase der Neujustierung», analysiert Thorsten Heckrath-Rose, Geschäftsführer von Rose Bikes. «Die Grundlage dafür haben wir in den vergangenen Jahren mit eigener Produktentwicklung und Montage am Standort Bocholt, einer starken lokalen Wertschöpfung und einem Omnichannel-Vertrieb aus digitalen Kanälen und physischen Verkaufs- und Servicepunkten gelegt.»
Hinter den Kulissen investierte das Unternehmen kräftig in den operativen Betrieb: Eine modernisierte IT-Infrastruktur, ein neues ERP-System sowie stärker integrierte Logistikprozesse sollen die Effizienz steigern. Zudem wurde das Bestandsmanagement optimiert. Dies führte zu einer geringeren Kapitalbindung bei den Lagerbeständen und reduzierte den branchenweiten Abverkaufsdruck spürbar.
Von der Service-Offensive profitieren auch Schweizer Kundinnen und Kunden. Das After-Sales-Netzwerk von Rose Bikes umfasst inzwischen europaweit über 200 Partnerwerkstätten. In der Schweiz ist die Marke aktuell mit vier Flagship-Stores und sieben Servicepartnern präsent. Dieser Ausbau stärkt die Kundennähe und erhöht die Verlässlichkeit bei Wartung und Reparatur.

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