Pro Velo fordert sicheres Verkehrsnetz für Kinder und Jugendliche

Pro Velo will die Anzahl an Velofahrenden in der Schweiz bis im Jahre 2030 verdoppeln. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Projekte und Kampagnen in zwei Hauptbereichen notwendig: Die Verbesserung der Bedingungen zum Velofahren und die Förderung der Velonutzung bei Kindern und Jugendlichen.

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Claudia Bucher, Pro Velo Schweiz
04.06.2019

Im Jahr 2018 ernannte die UNO den 3. Juni zum Weltvelotag – den «World Bicycle Day». Pro Velo Schweiz fördert das Velofahren bei Schulklassen bereits seit 12 Jahren. 233 Klassen haben sich für die Frühjahrsaktion von Bike2School angemeldet, was einer Zunahme von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Projektleiterin Yvonne Müller sieht das als gutes Zeichen für eine Trendwende bei der Velonutzung durch Kinder und Jugendliche. Diese ist in den letzten Jahrzehnten laufend zurückgegangen und hat sich zwischen 1994 und 2010 schweizweit nahezu halbiert. Als Gründe dafür nennt Yvonne Müller das gute öV-Angebot, die mangelnde Infrastruktur für Velos auf dem Schulweg, einschränkende Regelungen an Schulen sowie die Einflüsse des Elternhauses. 

Verbesserung der Veloinfrastruktur

Damit die Anzahl an velofahrenden Kindern und Jugendlichen wieder erkennbar steigt, braucht es neben Veloförderprogrammen wie Bike2School auch eine verbesserte Infrastruktur. Die Velo-Infrastruktur ist ein zentrales Element für die Sicherheit, den Komfort und die Entwicklung des Veloverkehrs. Dabei muss sie sowohl erfahrenen Benutzerinnen dienen, als auch Verkehrsanfängern. Pro Velo setzt sich im Rahmen verschiedener Projekte dafür ein, dass Beispiele guter Infrastrukturen bekannt und verbreitet werden.

«Velo-Infrastruktur ist viel mehr als Radstreifen und Radwege. Das Angebot an Velo-Abstellanlagen und ein engmaschiges Netz an attraktiven und sicheren Veloverbindungen in Quartieren sind ebenso wichtig. Dieses Ziel ist erreicht, wenn 10-Jährige gefahrlos in der Stadt Velofahren können», sagt Nationalrat Matthias Aebischer von Pro Velo Schweiz.

 

Foto: David Clarke / Unsplash

 

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