Bei «Wavecel» handelt es sich um ein komprimierbares Zellenmaterial, das bei bestimmten fahrradtypischen Unfällen einen effektiven Schutz vor Kopfverletzungen bieten soll. Genau wie beim «Mips-System» werden die Rotationswirkungen und der schräge Aufprallwinkel bei Velounfällen berücksichtigt.
Während die «Mips»-Technologie aufgrund der festen Konstruktion nur Rotationskräfte aufnehmen kann, soll «Wavecel» zusätzlich den Aufprall dämpfen. Die Einlage im Innern der Helme funktioniert wie eine Knautschzone, die bei einem Sturz die Aufprallenergie absorbiert und den Kopf vor harten Schlägen schützt.
Damit sollen die «Wavecel»-Hellme laut Bontrager deutlich besser vor Gehirnerschütterungen schützen als gewöhnliche Schaumstoffhelme.
Die Materialstruktur reagiert bei einer Stosseinwirkung in drei Phasen, um die Energie zu absorbieren, bevor sie den Kopf erreicht:
- Verformung: Zuerst verformen sich die Zellen, um erste Reibkräfte zu reduzieren.
- Komprimierung: Dann komprimieren sich die Zellen, genau wie eine Stossstange bei einem Aufprall.
- Verschiebung: Zum Schluss verschiebt sich «Wavecel», um die Energie vom Kopf wegzuführen.
Wavecel schütz die grauen Zellen
Eine kürzlich durchgeführte Studie scheint die Wirksamkeit der «Wavecel»-Helme zu bestätigen. Ein Labor aus Portland und das Institut de Mécanique des Fluides et des Solides der Universität Strasbourg haben Schaumstoffhelme mit «Mips»-Helmen und Wavecel-Helmen verglichen.
Die Studie zeigt: Herkömmliche Schaumstoffhelme schützen vor Schädelbrüchen, jedoch sind sie kein optimaler Schutz bei hohen Drehbeschleunigungen, die bei typischen Velounfällen entstehen.Velohelme mit «Mips» oder «Wavecel» leiten die Drehbeschleunigungen um und haben somit einen messbaren Einfluss auf die Belastung der Halswirbelsäule, des Kopfs und des Gehirns.
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Bild: ZVG







