Nationalrat knausert bei Velowegen

Die Schweiz soll bis 2042 ein landesweites Velowegnetz haben. Hohe Kosten verhindern jedoch den zügigen Ausbau. Die Verkehrskommission des Nationalrats will aber keine zusätzlichen Bundesmittel bereitstellen.

Julie Nielsen, Redaktorin (julie.nielsen@velojournal.ch)
News, 05.11.2024

In der Sitzung der Verkehrskommission des Nationalrates wurde der Bericht «Die Bedeutung von Velobahnen im Verkehrssystem der Schweiz» diskutiert. Dieser hebt den hohen Nutzen von Veloschnellverbindungen hervor.

Für die Finanzierung der Velobahnen sind aber die Kantone und Gemeinden zuständig. Der Bund unterstützt den Ausbau nur in den Agglomerationen. Eine aktuelle Umfrage der Velokonferenz Schweiz zeigt, dass die hohen Kosten der Bauprojekte ein Grund dafür sind, warum Velowege nicht umgesetzt werden.

Keine weitere Unterstützung fürs Velo

Delphine Klopfenstein Broggini, Vizepräsidentin von Pro Velo und Genfer Nationalrätin, forderte deshalb bei der Verkehrskommission eine stärkere finanzielle Unterstützung vonseiten des Bundes. Die Mehrheit der Kommission lehnte diesen Vorschlag jedoch im Oktober ab.

«Es wundert mich schon, dass für den Ausbau der Autobahnen Milliarden gesprochen werden, bei den Velowegen jedoch geknausert wird.»

Matthias Aebischer, Pro Velo Schweiz

Pro-Velo-Präsident Matthias Aebischer bedauert diese Entscheidung: «Es wundert mich schon, dass für den Ausbau der Autobahnen Milliarden gesprochen werden, bei den Velowegen jedoch geknausert wird».

Doch aufgeben will die Lobbyorganisation nicht: «Wir setzen alles daran, dass mit der vom Bundesamt für Strassen angekündigten Neuregelung der Verkehrsfinanzierung zusätzliche Mittel für Veloinfrastrukturen vorgesehen werden», so Aebischer.

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