Mathias Flückiger verbucht Zwischenerfolg

Im Kampf um seine Rehabilitierung hat Mathias Flückiger einen Zwischenerfolg errungen. Die gegen den Mountainbiker verhängte provisorische Sperre ist aufgehoben worden. Doch die Sache ist noch nicht ausgestanden.

Fabian Baumann, Redaktor (fabian.baumann@velojournal.ch)
News, Sport, 04.01.2023

Im August 2022 wurde bekannt, dass Mathias Flückiger positiv auf eine verbotene anabole Substanz getestet wurde. Konkret wurden beim Schweizer Mountainbikeprofi Spuren des Stoffs Zeranol nachgewiesen.

Aufgrund des Tests verhängte die nationale Antidopingagentur Swiss Sports Integrity gegen Flückiger eine provisorische Sperre.

Flückiger wehrt sich gegen Dopingvorwurf

Der Berner Bikeprofi hatte von Anfang vehement bestritten, gedopt zu haben. So seien nur «minimste Mengen» von Zeranol in der A-Probe festgestellt worden.

Die Kleinstmenge hätte keine Leistungsfördernde Wirkung und könnte von kontaminierten Lebensmitteln stammen, erklärte Flückiger. Die Probe sei darum nicht als positiv, sondern lediglich als atypisch zu bewerten, argumentierte der Sportler.

Sperre aufgehoben

Flückiger und sein Team reichten darum ein Dossier mit Entlastungsindizien bei der Disziplinarkammer von Swiss Olympic ein und beantragten, die provisorische Sperre aufzuheben.

«Ich habe nie gedopt. Der Entscheid der Disziplinarkammer ist für mich eine extrem grosse Erleichterung.»

Mathias Flückiger

Nach Prüfung der Unterlagen kam diese zum Schluss, dass die provisorische Sperre aufzuheben sei. Der Entscheid gilt seit dem 17. Dezember 2022.

«Ich habe nie gedopt. Der Entscheid der Disziplinarkammer ist für mich eine extrem grosse Erleichterung. Es waren die schlimmsten fünf Monate meines Lebens. Nach monatelangem, enorm belastendem Warten blicke ich nun wieder optimistisch in die Zukunft. Sportlich bin ich motivierter denn je und ich arbeite täglich an meinem Comeback», so der erleichterte Mathias Flückiger.

Doping-Fall noch nicht ausgestanden

Zu Ende ist der Fall für den Mountainbiker damit aber noch nicht. Der Ball liegt nun wieder bei der nationalen Antidopingagentur. Swiss Sport Integrity kann eine erneute

Wertung der A-Probe vom 5. Juni 2022 als abnormes oder atypisches Analyseresultat vornehmen. «Ich wünsche mir, dass mein Fall möglichst bald abgeschlossen werden kann», sagt Flückiger. Die ständige Unsicherheit, das monatelange Warten, die unbegründeten Anschuldigungen müssten endlich ein Ende haben.

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