Der Bundesplatz in Luzern ist für Velofahrerinnen und Velofahrer gefährlich. Wer aus der Luzerner Allmend sowie den Gemeinden Horw und Kriens in Richtung des Bahnhofs Luzern gelangen will, muss durch den zweispurigen Kreisel auf dem Bundesplatz. Aufgrund der schwierigen Situation kommt es immer wieder zu Unfällen.
Nun soll der Luzerner Unfallhotspot entschärft werden. Das Luzerner Stadtparlament hat Ende Oktober einen Baukredit in Höhe von 8,6 Millionen Franken für eine Veloumfahrung des Bundesplatzes bewilligt.
Den Gleisen entlang am Bundesplatz vorbei
Die Pläne sehen einen breiten Veloweg entlang den Bahngleisen vor. Damit wird gleichzeitig eine Lücke im Luzerner Radwegnetz zwischen dem Freigleis und den Veloabstellplätzen an der Zentralstrasse sowie Bahnhof Luzern geschlossen.
«Eine neue Velowegverbindung entlang der SBB-Gleise stellt eine zukunftsweisende Massnahme dar, um die Sicherheit der Velofahrenden in Luzern signifikant zu verbessern», heisst es in einem Bericht der Stadt Luzern. Indem der gefährliche Knotenpunkt Bundesplatz umgangen werde, könne das Unfallrisiko massgeblich gesenkt werden. Ferner sieht Luzern in der Integration des Velowegs in das städtische Verkehrsnetz einen «wesentlichen Baustein zur Erreichung der klimapolitischen Ziele der Stadt Luzern, wie sie in der vom Volk angenommenen Klima- und Energiestrategie festgelegt sind».
Komplexes Bauprojekt
Die verhältnismässig hohen Kosten für die neue Veloverbindung sind der hohen Komplexität des Bauvorhabens geschuldet. Unter anderen müssen Anpassungen bei einzelnen Gebäuden vorgenommen sowie ein Trottoir verschoben werden. Zudem sind Bauarbeiten in unmittelbarer Gleisnähe nur mit viel Aufwand durchführbar.
Der Bau des neuen Velowegs soll im Sommer 2025 starten und rund zwölf Monate dauern.







