Inflabi: Velohelm aus Luft statt EPS-Schaum

Das Start-up Inflabi hat einen faltbaren Fahrradhelm aus Luftpolstern entwickelt. Nach einem erfolgreichen Crowdfunding soll der Velohelm bereits im Frühjahr 2024 auf den Markt kommen.

Fabian Baumann, Redaktor (fabian.baumann@velojournal.ch)
News, 24.11.2023

Das deutsche Start-up Inflabi macht mit einem aufblasbaren Velohelm von sich reden. Anders als herkömmliche Fahrradhelme besteht der «Inflabi» nicht aus Hartschaumstoff und einer dünnen Aussenhülle aus Polycarbonat, sondern aus einer textilen Hülle und Luftpolstern.

Luft raus, Helm in die Tasche

Die neuartige Konstruktion hat den Vorteil, dass der Velohelm im Handumdrehen auf ein kompaktes Mass gebracht werden kann: Luft rauslassen, zusammenfalten, in die Tasche packen. Laut den Entwicklern lässt sich der «Inflabi» ebenso leicht wieder mit Luft befüllen. Eine handelsübliche Hand-Velopumpe soll dafür ausreichen.

Erfolgreiches Crowdfunding

Um die Produktion des luftigen Velohelms anzuschieben, hat das Inflabi-Team am 21. November eine Crowfunding-Kampagne auf Indiegogo gestartet. Mit Erfolg. Das Finanzierungsziel von 10'000 Euro wurde bereits am ersten Tag erreicht.

«Unser neues Ventil ist viel kleiner als das Original. Und was noch wichtiger ist: Es wird jetzt intern entwickelt und ist vollständig aus Kunststoff geformt.»

Craig Prendergast, Inflabi

Weiterentwickelter Velohelm

Vor dem Crowdfunding habe man den ersten Helm-Prototypen weiterentwickelt, heisst es bei Inflabi. Marketing-Manager Craig Prendergast sagt gegenüber Velojournal: «Unser neues Ventil ist viel kleiner als das Original. Und was noch wichtiger ist: Es wird jetzt intern entwickelt und ist vollständig aus Kunststoff geformt. Das bedeutet, dass es den Komfort nicht beeinträchtigen wird. Oder die Sicherheit, sollte jemand direkt auf das Ventil fallen».

Weiterentwickelt habe man auch den Textilbezug für den Helm. «Er bietet viele Möglichkeiten für individuelle Designs und Farben in der Zukunft und schützt den Helm zusätzlich vor Abrieb», so Prendergast.

Sicherheitsprüfung steht noch aus

Um den aufblasbaren Velohelm im EU-Raum und der Schweiz verkaufen zu können, muss er zuvor nach der Norm EN-1078 zertifiziert werden. Derzeit prüfe man den «Inflabi» in der eigenen Entwicklungsabteilung auf Herz und Nieren, teilt das Start-up mit.

«Wir hoffen, dass wir die Zertifizierung Anfang 2024 erhalten», präzisiert Craig Prendergast. Der Produktfahrplan sieht vor, dass die ersten «Inflabi» im Frühling verkauft werden können.

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