Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
24.10.2025
Die niederländische Grossstadt Utrecht ist im Oktober für zwei Tage zum Zentrum des leisen Warentransports geworden. Das International Cargo Bike Festival zog rund 800 Lastenvelo- und Logistik-Spezialisten an.
Laurens van Rooijen,
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(lvr@cyclinfo.ch)
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24.10.2025
Beim International Cargo Bike Festival stand vor allem der professionelle Einsatz von Lastenvelos im Fokus. (Fotos: Sanne Paul, ICBF)
Der Online-Handel und geänderte Konsumgewohnheiten führen zu einer Vervielfachung des Lieferverkehrs. Und das nicht nur in den Einkaufszonen, sondern vermehrt auch in den Wohngebieten. Zugleich versuchen viele Städte, die Zu- und Durchfahrt zu Quartieren mit hohem Wohnanteil zu reduzieren.
Eine Folge dieser Trends und Bestrebungen ist, dass Lastenvelos längst nicht mehr nur für umweltbewusste Familien interessant sind. Auch Logistikdienstleister überlegen sich, für die letzte Meile und die Feinverteilung auf Cargobikes zu setzen und Handwerker wie städtische Unterhaltsdienste versprechen sich von über Pedale betriebenen Nutzfahrzeugen eine direktere, schnellere Zufahrt zu Einsätzen im urbanen Umfeld - was Zeit und Kosten spart und zudem die Nerven schont.
ICBF-Direktor Jos Sluismans (Mitte) im Gespräch mit dem niederländischen Fachjournalisten Arnauld Hackmann (rechts daneben).
Dadurch schaffen Lastenvelos den Sprung von der Nische zur Notwendigkeit. Das zeigte sich vom 13. bis 14. Oktober beim International Cargo Bike Festival (ICBF), das an zwei Tagen rund 800 Personen nach Utrecht lockte.
Anbieter von Lastenvelos wie Vertreter der Logistikbranche bekamen ausser der Ausstellung mit der Gelegenheit zu Testfahrten auch Podiumsdiskussionen geboten, bei denen verschiedene Perspektiven zur Sprache kamen. Hier wurden die sich im Wandel befindlichen Standards und Regulierungen rund um städtische Logistik thematisiert.
Teilnehmende aus Entwicklungsländern erklärten, wie sich die Ansprüche an Lastenvelos dort wegen lokaler Begebenheiten unterscheiden und wie wichtig dort robuste, einfach vor Ort zu reparierende Technik ist.
Ob bei Podiumsdiskussionen oder beim informellen Austausch: Das International Cargo Bike Festival wurde seinem Namen gerecht.
ICBF-Direktor Jos Sluismans zog ein rundum positives Fazit: «Der B2B-Fokus hat sich für das ICBF ausgezahlt: Die Gespräche vor Ort waren gehaltvoll. Der Event bietet ein echtes Alleinstellungsmerkmal, denn er schafft eine Plattform für Lastenvelo-Anbieter, Logistiker und Entscheidungsträger aus der Politik. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Raum und Gelegenheit für essentielle und lösungsorientierte Diskussionen zu bieten».
Als Co-Organisator ergänzt Tom Parr: «Die Anwesenden betrachten Lastenvelos als ein Werkzeug, um Städte grundlegende zu verändern – und wie sich die Dynamik in diesem Segment aufrecht erhalten lässt». Auf dem Youtube-Kanal von ICBF sollen Aufzeichnungen der Podiumsdiskussionen demnächst aufgeschaltet werden.

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