«Für die Aufwertung der Velowege gibt es gute Gründe», erklärte Bundesrätin Doris Leuthard nach der gemeinsamen Velofahrt am 27. August. «Ein gutes Velowegnetz erhöht die Verkehrssicherheit aller. Wo der Verkehr entflochten wird, kommen sich Auto-, Velo- und Fussverkehr weniger ins Gehege. Davon profitieren alle.» Um das Potenzial des Veloverkehrs besser zu nutzen, brauche es solide Planungsgrundlagen sowie die Zusammenarbeit von Gemeinden, Kantonen und Bund.
Ja-Allianz
Mit dem «Bundesbeschluss Velo», über den am 23. September abgestimmt wird, wollen Bund und Parlament genau dies erreichen. Vorbild ist die Fuss- und Wanderweggesetzgebung, dank der in den letzten 40 Jahren ein weltweit einmaliges Wanderwegnetz entstanden ist. Unterstützt wird der Bundesbeschluss von einer breiten Ja-Allianz aus Tourismus, Gesundheit, Sport, Verkehr, Wirtschaft und Umwelt.
Peter Goetschi, Zentralpräsident des Touring Club Schweiz und Mitglied der JA-Allianz, betonte: «Eine zeitgemässe und kohärente Verkehrspolitik muss eine gute Koexistenz aller Verkehrsarten gewährleisten. Es ist ein Grundanliegen des TCS und aller in der Allianz zusammengeschlossenen Organisationen, dass die Planungen aufeinander abgestimmt und nicht etwa gegeneinander entwickelt werden.»
Wie gute Infrastruktur aussieht
Die Veloroute 50 ist ein gutes Beispiel, wie im Rahmen einer vernetzten Planung die übergeordneten und lokalen Bedürfnisse aller Verkehrsarten optimal aufeinander abgestimmt werden können. Oltens Stadtpräsident Martin Wey erläuterte seinerseits, wie es unter anderem dank einer neuen regionalen Umfahrungsstrasse gelang, in der Innenstadt eine grossflächige Begegnungszone mit Tempo 20 und auf dem städtischen Strassennetz Tempo 30 einzurichten. «Beruhigung und Entflechtung sind eine wesentliche Stütze für die durch die Stadt führende Velolandroute 50. Ich hoffe, dass dank dem <Bundesbeschluss Velo> solche Umsetzungen noch vermehrt erfolgen können.»
Für die Aufwertung der Velowege gibt es gute Gründe
Auch der Solothurner Regierungsrat Roland Fürst zeigte sich erfreut über «die geplante Weiterentwicklung der Zusammenarbeit der drei Staatsebenen bei der Langsamverkehrsplanung.» Dies, ohne dass der Bund in die Hoheit der Gemeinden und Kantone eingreift, sondern indem er diese bei der Planung und beim Bau neuer Infrastrukturen unterstützt.

Roland Fürst, Martin Wey, Peter Goetschi und Doris Leuthard erklärten in Olten, warum von einer guten Veloplanung alle profitieren.
Über den Bundesbeschluss Velo
Der «Bundesbeschluss Velo» stellt die Velowegnetze den Fuss- und Wanderwegnetzen gleich, indem der Artikel 88 der Bundesverfassung „Fuss- und Wanderwege“ durch das Velo ergänzt wird. Der Bund kann so Grundsätze für die Anlage und Erhaltung auch von Velowegnetzen definieren und Kantone und Gemeinden bei der Umsetzung unterstützen. www.bundesbeschlussvelo-ja.ch
Fotos: Pro Velo Schweiz







