Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
06.04.2023
Die Schweizerinnen und Schweizer sitzen alleine im Auto und fahren jeden Tag rund 20 Kilometer weit. Das zeigt der aktuelle «Mikrozensus Mobilität und Verkehr». Doch das E-Bike holt auf.
Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
06.04.2023
Die Schweizer Wohnbevölkerung legt täglich deutlich weitere Strecken im Auto als im ÖV oder mit dem E-Bike zurück. (Foto: Robin Pierre, Unsplash)
Welche Strecke legen Schweizerinnen und Schweizer jeden Tag im Inland zurück und welches Verkehrsmittel kommt dabei am meisten zum Einsatz?
Die Antwort auf diese Fragen liefert der aktuelle «Mikrozensus Mobilität und Verkehr». Die von den Bundesämtern für Statistik BFS und Raumentwicklung ARE durchgeführte Erhebung liegt für das Jahr 2021 vor.
Die Resultate zeigen, dass die Schweizer Wohnbevölkerung pro Kopf und Tag rund 30 Kilometer zurücklegt. Die Distanz ist damit gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2015 um knapp sieben Kilometer zurückgegangen.
Die Statistiker führen diesen Umstand auf die Covid-19-Pademie und das teilweise noch stark eingeschränkte Mobilitätsverhalten im Jahr 2021 zurück.
Laut dem aktuellen Mikrozensus werden mehr als zwei Drittel aller Inlanddistanzen (69 % oder 20,1 km) mit dem Auto zurückgelegt. Die Corona-Pandemie konnte der Beliebtheit des Autos nichts anhaben. Beim Modalsplit liegt das Auto weiterhin unangefochten an der Spitze.
Die aktuelle Mobilitätserhebung gibt auch Auskunft darüber, wie viele Personen im Durchschnitt in einem Auto sitzen: Es sind wenige. «Durchschnittlich sassen 2021 1,53 Personen in einem Auto», heisst es beim BFS. Mit 1,09 Personen noch tiefer – oder vielmehr noch schlechter – ist der durchschnittliche Besetzungsgrad eines Autos im Arbeitsverkehr.
Gemäss Mikrozensus gehört das Velo, genauer das E-Bike zu den Gewinnern der Corona-Pandemie. «Das einzige Verkehrsmittel, das 2021 trotz Pandemie stärker genutzt wurde als 2015, ist das E-Bike», schreibt das BFS.
Mittlerweile besässe jeder fünfte Haushalt in der Schweiz mindestens ein Elektrovelo. Damit habe sich der Bestand gegenüber der letzten Mobilitätsbefragung im Jahr 2015 verdreifacht. Dies gemäss Statistik allerdings auf Kosten des konventionellen Fahrrads.
Heute steht in sechs von zehn Haushalten mindestens ein Velo (2015: 65%). Zum Vergleich: Acht von zehn Haushalten (78%) besitzen mindestens in Auto.
Schnelle Elektrovelos werden in der Schweiz vor allem zum Pendeln genutzt, während langsame E-Bikes im Freizeitverkehr deutlich die Nase vorn haben.
Anders als es die täglichen Staumeldungen im Radio vermuten lassen, entfällt das Gros des Verkehrs in der Schweiz nicht auf Wege zur Arbeit und Ausbildung, sondern auf die Freizeit. Auf die zurückgelegte Distanz heruntergebrochen entfällt 43 % der Strecke auf die Freizeit. Der Arbeitsverkehr hat an der zurückgelegten Distanz lediglich einen Anteil von 28 %.
Noch deutlicher wird das Verhältnis zwischen Freizeit- und Arbeitsverkehr, wenn die für die Mobilität aufwendete Zeit betrachtet wird. Von den durchschnittlich 80,2 Minuten, die die hiesige Wohnbevölkerung pro Tag unterwegs ist, entfallen 42 Minuten auf die Freizeit und nur 16 Minuten auf die Arbeit.

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