Augen auf beim Online-Kauf

Occasionsvelos und Zubehör können heute bequem auf verschiedenen Onlineportalen gekauft oder verkauft werden. Leider treiben im Netz aber auch Betrüger ihr Unwesen. Mit diesen Tipps schützen Sie sich.

Fabian Baumann, Redaktor (fabian.baumann@velojournal.ch)
News, Ratgeber, 23.09.2021

Wer heute ein gebrauchtes Velo kaufen oder verkaufen möchte, landet schnell im Internet. Viele Onlineportale bieten Interessierten die Möglichkeit, nach Occasionsrädern zu suchen oder solche zum Kauf anzubieten.

Allerdings locken die Portale auch Betrüger an. Die Onlineportale selbst unternehmen vieles, um Betrugsmaschen aufzudecken und Fake-Anbieter zu sperren. Dennoch tun Nutzerinnen und Nutzer gut daran, einige Punkte zu beachten.

Seien Sie skeptisch

Das Sprichwort «es ist nicht alles Gold, was glänzt» gilt umso mehr im Internet. Vertrauen Sie Ihrer Intuition: Ein Angebot klingt zu gut, um wahr zu sein? Dann ist es meist nicht wahr.

Occasionsvelos werden oft zu attraktiven Preisen verkauft. Wenn Sie aber ein «neuwertiges» 10´000-Franken Rennrad für nur 3000 Franken sehen, seien Sie skeptisch.

Portale wie velomarkt.ch bieten die Möglichkeit, verdächtige Inserate zu melden. Machen Sie bei begründeten Zweifeln von dieser Funktion gebrauch.

Leisten Sie keine Vorauszahlungen

Ist Ihr Geld einmal überwiesen, erhalten Sie es in der Regel nicht mehr zurück. Vorauszahlungen sollten darum vermieden werden. Leisten Sie darum auch dann keine Vorauszahlung, wenn Ihr Gegenüber seriös erscheint und Ihnen vermeintliche Versandbelege oder Kaufbelege eines Velos schickt.

Eine gängige Betrugsmasche im Netz ist es, Käufern weiszumachen, dass sie ein Depot für den Versand ihres Produkts durch eine Speditionsfirma bezahlen müssen. Skepsis ist insbesondere bei Anbietern aus dem Ausland geboten.

Wenn Sie auf Nummer sichergehen wollen, vereinbaren Sie mit dem Verkäufer, der Verkäuferin einen Termin und holen Sie das Velo persönlich ab. Wenn alles mit dem Fahrrad stimmt, können Sie es vor Ort bezahlen. Dank Twint und Co. geht das heute auch bargeldlos.

Geben Sie keine persönlichen Informationen preis

Seien Sie auf der Hut, wenn Ihr Gegenüber persönliche Daten wie ID- und Pass-Kopien oder Bankverbindungsdetails verlangt.

Bleiben Sie auch kritisch, wenn Sie etwas verkaufen

Nicht nur Käuferinnen werden Opfer von Betrug, sondern auch Verkäufer. Das Portal velomarkt.ch listet auf seiner Webseite gleich mehrere Betrugsmaschen auf.

So könne es vorkommen, dass ein angeblicher Käufer Interesse vorgaukele und eine Zahlung von Anbieter verlange. Die Zahlung werde damit begründet, dass man Spesen bezahlen müsse, um das angeblich überwiesene Geld freizugeben oder dass man eine Prepaid-Karte kaufen oder weitersenden solle, die als Sicherheitszahlung für eine angeblich engagierte Transportfirma diene.

Wer solche Nachrichten erhalte, solle sich umgehend an den Support melden und nicht auf das Angebot eingehen.

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