Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
18.09.2025
Die Startplätze für das Alpenbrevet 2026 sind bereits vergeben – in Rekordzeit. Der Kult-Anlass zeugt von einem Rennvelo-Boom bei Jüngeren und Frauen, der sich in Verkaufszahlen aber nicht widerspiegelt.
Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
18.09.2025
Das Alpenbrevet geniesst bei Rennvelo-Fans in der Schweiz Kultstatus. Seit bald 50 Jahren bezwingen sportliche Personen auf dem Rennrad je nach Tour entweder zwei, drei, vier oder sogar fünf Alpenpässe.
So führt etwa die «Platintour» beispielsweise über den Susten-, Grimsel, Nufenen-, Lukmanier- und Oberalppass. Teilnehmende legen auf der anspruchsvollsten Runde mehr als 7000 Höhenmeter und 267 Kilometer zurück.
Wer am Alpenbrevet teilnehmen will, muss aber jeweils schnell sein. Denn bereits sind alle Startplätze für das nächste Jahr vergeben. Und das in Rekordzeit. Innerhalb von 60 Stunden waren alle 3250 Startplätze für das nächste Jahr ausverkauft. «Wir erleben den Rennrad-Boom hautnah. Innerhalb eines Tages waren in diesem Jahr fast alle Startplätze für 2026 vergeben – etwas, das vor wenigen Jahren noch unvorstellbar war», sagt Philipp Avenell, Marketing-Verantwortlicher des Alpenbrevets.
Laut den Alpenbrevet-Organisatoren wird das Teilnehmerfeld zudem jünger. Während noch vor fünf Jahren die 40- bis 49-Jährigen die grösste Gruppe an Starterinnen und Startern darstellten, sind nun jüngere Rennvelo-Begeisterte in der Überzahl. 2026 wird mehr als ein Drittel der Alpenbrevet-Teilnehmenden jünger als 40 Jahre sein.
«Wir sehen, dass gerade die 30-Jährigen das Rennrad neu für sich entdecken – oft Menschen, die Beruf, Familie und Sport miteinander verbinden wollen und dafür ein Event wie das Alpenbrevet als ganz besonderes Ziel wählen», erklärt Avenell.
Neben der Altersstruktur verändert sich auch das Geschlechterverhältnis. In der Altersklasse der 30- bis 39-Jährigen hat sich der Frauenanteil in den letzten Jahren fast verdoppelt. Und auch bei den 20- bis 29-Jährigen sowie bei den 40- bis 49-Jährigen sei ein klarer Anstieg zu verzeichnen, heisst es beim Alpenbrevet.
Obwohl Philipp Avenell von einem Rennvelo-Boom spricht, scheint sich dieser anhand der reinen Verkaufszahlen nicht zu bestätigen. Der Anteil der Rennräder an den in der Schweiz verkauften Velos ist seit Jahren konstant. Im Segment der sportlichen Velos, machen Rennräder gemäss Statistik von Velosuisse jeweils rund 4 Prozent aus. Und selbst wenn die populären Gravelbikes dazu gezählt werden, liegen die hierzulande verkauften Stückzahlen noch immer deutlich unter jenen von Mountainbikes.

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