Aktionskunst im Bambusgestell

In vielen Städten ist der Platz auf den Strassen knapp. Problemverursacher ist das Auto, weil es sehr viel Raum beansprucht. Lettische Aktivisten zeigen bildlich auf, warum das Auto problematisch ist.

Julie Nielsen, Redaktorin (julie.nielsen@velojournal.ch)
News, 04.02.2020

Das Thema Verkehr ist omnipräsent in Städten. Auf vielen Strassen herrscht Platzmangel. Lettische Veloaktivisten haben darum eine ganz eigene Methode gefunden, um zu illustrieren, wie absurd viel Platz eine einzelne Person einnimmt, wenn sie alleine im Auto fährt.

Das ist auch in der Schweiz so. Laut Bundesamt für Statistik BfS liegt der durchschnittliche Besetzungsgrad eines Autos bei 1,56 Personen. Will heissen: hinter der Windschutzscheibe sitzt überwiegend nur eine Person.

Hermann Knopflacher in seinem Gehzeug

Bereits im Jahre 1975 entwickelte Hermann Knoflacher, der an der Technischen Universität in Wien Raum- und Stadtplanung sowie Einflüsse der Mobilität lehrte, ein ähnliches Konzept, um die Problematik des Verkehrswesens aufzuzeigen.

Knoflachers sogenanntes «Gehzeug» ist ein Holzrahmen, den sich Fussgänger umhängen können, um dieselbe Fläche wie PKW-Fahrer in Anspruch zu nehmen.

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