Aline Nusshold,
Autorin
(aline.kuenzler@velojournal.ch)
News,
03.08.2026
Die Idee einer erhöhten Veloverbindung erlebt ein Comeback. Im Zürcher Kreis 5 wird sie als Alternative zur geplanten Rampe der Franca-Magnani-Brücke vorgeschlagen.
Aline Nusshold,
Autorin
(aline.kuenzler@velojournal.ch)
News,
03.08.2026
Die Trennung von Fuss- und Veloverkehr erhofft der Quartierverein durch die Highline zu erreichen. (Bild: Visualisierung Flyer Quartierverein)
Die Idee einer erhöhten Veloverbindung durch Zürich ist zurück in der Diskussion. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung der Stadt Zürich vom Juni 2026 zu laufenden Bauprojekten im Kreis 5 stellte der Quartierverein Industrie die sogenannte Velo-Highline als Alternative zur geplanten Franca-Magnani-Brücke vor.
Auslöser ist die geplante Fuss- und Velobrücke zwischen den Kreisen 4 und 5. Die rund 530 Meter lange und zehn Meter breite Brücke soll das Gleisfeld überspannen und Teil einer neuen Velovorzugsroute von Wipkingen nach Wiedikon werden. Damit die Rampe genügend flach ausfällt, müsste allerdings die Yonex-Badmintonhalle abgebrochen werden.
Genau hier setzt der Vorschlag des Quartiervereins an. Statt die Brücke über eine Rampe in die Viaduktstrasse zu führen, soll eine erhöhte Velo-Highline den Veloverkehr direkt bis zur geplanten Limmatbrücke weiterführen. So könnte der Durchgangsverkehr die enge Viaduktstrasse umgehen, wo sich heute Fussgängerinnen, Velofahrer, Gastronomie und Anlieferungen den Raum teilen.
Nach Ansicht des Quartiervereins würde die Hochroute gleich mehrere Probleme lösen: Die Einkaufs- und Flaniermeile bliebe vom zusätzlichen Veloverkehr verschont und die Badmintonhalle könnte erhalten werden. Für den Vorschlag erhielt der Verein an der Veranstaltung viel Applaus.
Ganz neu ist die Idee nicht. Bereits Anfang Jahr sorgte die Velo-Highline schweizweit für Aufmerksamkeit. Die Vision sieht eine kreuzungsfreie Veloverbindung auf Stelzen durch Zürich vor – nach dem Vorbild erhöhter Velowege in Städten wie Kopenhagen oder Xiamen.
Die Stadt Zürich verfolgt derzeit jedoch weiterhin die Franca-Magnani-Brücke mit Rampe. Tiefbauvorsteherin Simone Brander erklärte an der Veranstaltung, beide Brücken würden zwar gemeinsam gedacht, die Highline sei in der bisherigen Variantenstudie jedoch nicht berücksichtigt worden. Zudem sei unklar, ob alle Velofahrenden eine Hochroute überhaupt nutzen würden.
Nach den Sommerferien soll das Brückenprojekt öffentlich aufgelegt werden. Über den Baukredit dürfte die Zürcher Stimmbevölkerung voraussichtlich 2029 abstimmen. Die Fertigstellung ist derzeit für 2034 vorgesehen.

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