Frikar: Kaum da, schon wieder weg

Das vierrädrige E-Bike «Frikar» ist erst vor Kurzem in der Schweiz lanciert worden. Weil der norwegische Hersteller Insolvenz angemeldet hat, ist die Fahrt aber bereits wieder vorbei.  

Laurens van Rooijen, Autor (lvr@cyclinfo.ch)
E-Bike, News, 26.05.2025

Bei seiner Premiere an der Eurobike war das «Frikar» für Testfahrten gefragt. Kein Wunder, kombiniert dieses vierrädrige Leichtmobil doch die Vorteile von E-Bikes mit dem Schutz vor Wind und Wetter, wie man dies von Autos kennt.

Dieses Konzept wurde 2022 bei den Eurobike Awards mit einem Innovationspreis ausgezeichnet. Da die Tretunterstützung bei 25 km/h aussetzt, gilt das «Frikar» aus Sicht des Gesetzgebers als Elektrovelo und darf auf Velorouten verkehren.

Anfang März verkündete Podbike als das Unternehmen hinter dem «Frikar», dass man mit der in Unterentfelden ansässigen Elfar GmbH neu über einen Vertriebspartner in der Schweiz verfüge.

Podbike ist Insolvent

Ende vergangener Woche erfolgte jedoch die grosse Ernüchterung: Über die berufliche Netzwerk-Plattform LinkedIn liessen die Norweger wissen, dass der Vorstand Insolvenz habe anmelden müssen und das Unternehmen seinen Betrieb bereits eingestellt habe.

Als wichtigste Ursachen für das wirtschaftliche Scheitern führt Podbike beim Skalieren der Produktion entstandene Kosten, Störungen der globalen Zulieferketten und die Tatsache an, dass die Verkäufe unter den Erwartungen blieben – und das, obwohl das «Frikar»-Leichtmobil zuletzt ausser in Norwegen auch in Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz verkauft worden sei.

 

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