Einer der Höhepunkte auf der fünfwöchigen Reise durch Rumänien findet sich gleich zu Beginn in Sapinta. Auf dem “cimitrul vesel“ (lustiger Friedhof) gedenkt man der Verstorbenen mit exklusiven Holzkreuzen und markigen Sprüchen. Lohnenswerte Ziele sind auch die fünf Kirchen in der Region Bukowina die mit ihren sensationellen Malereien an den Innen- und Aussenwänden, als Weltkulturerbe unter dem Schutz der Unesco stehen. In der schmucken Stadt Sighisoara erinnert ein Schild an die prominenten Bürger, die hier wohnten: Vlad Dracul und sein Sohn Vlad Tepes, genannt Dracula. Bis heute pilgern jedes Jahr Tausende von Dracula-Fans nach Bran, wo die fotogene Burg Draculas in den Himmel ragt. Zwar ist längst erwiesen, dass sie erst nach dem Tod von Graf Dracula erbaut wurde, doch ein Besuch lohnt sich allemal. Unterwegs trifft der Autor Wölfe, Wildschweine und Pelikane an, doch er will endlich Bären sehen.

Informationen
Beschriebene Route: 2300 Kilometer. Strassen in unterschiedlichem Zustand. Abseits der Hauptstrassen wenig motorisierter Verkehr.
Beste Reisezeit: Frühling bis Herbst.
Kost und Logis: Essen und Trinken meist hervorragend. Einfache Hotels in allen grösseren Ortschaften, allerdings oft nicht gerade sauber und gelegentlich etwas feucht. Private Unterkünfte sind zu bevorzugen. Preise für westliche Verhältnisse günstig.
Highlights: Maramures (Holzarchitektur, Friedhof Sapinta), Bukowina (Klöster), Siebenbürgen (Deutsche Siedlerstädte, Königsschlösser in Sinaia, Burg Bran, Burgen, Berglandschaft), Walachei (Bukarest), Schwarzmeerküste (Sandstrände, Donaudelta).
Karten und Reisebücher: Kümmerly+Frey, 1:800000; «Sonderweg Rumänien», Rotbuch-Verlag; «Romania & Moldova», Verlag Lonely Planet (in Englisch).
An- und Rückreise: Per Eisenbahn: Zürich–Bukarest,
30 h (Velo im Tranzbag) oder 33 h (normaler Velotransport), 360 Franken (Auskünfte bei SBB). Per Flugzeug: Zürich–Bukarest retour, Swiss, ab 350 Franken. Kein Visum erforderlich. Gültiger Reisepass genügt.







