Marius Graber
16.11.2015
Ende Jahr wird zurückgeschaut. Was waren die herausragenden Produkte? Auf welche Teile und Velos, die wir getestet haben, möchten wir nicht mehr verzichten?
Marius Graber
16.11.2015
Darüber wurde viel gewitzelt. Trotzdem küren wir den «Paratop» zum Produkt des Jahres. Noch selten hat sich jemand so konsequent des Themas «Velofahren bei Regen» angenommen. Mit dem «Paratop» bleiben Fahrerin und Fahrer von den Füssen bis zum Scheitel trocken, und entgegen den Vermutungen funktioniert der ähnlich wie ein Hängegleiter konstruierte Wetterschutz auch bei hoher Geschwindigkeit und Seitenwind noch absolut sicher.
Die «CF3»-Sattelstütze von Ergon sorgt ganz unauffällig für mehr Fahrkomfort. Sie besteht aus zwei halbrunden Carbon-Blattfedern mit einer schwimmend gelagerten Sattelaufnahme. Die Konstruktion erlaubt, dass der Sattel nach hinten ausweichen kann, wenn ein Hindernis überfahren wird. Bis zu 25 Millimeter Federweg haben wir bei unserem Test gemessen. Das ist beachtlich. Dank der Funktionsweise spricht das Modell auch auf feine Unebenheiten gut an. Die Carbonbauweise macht die Stütze nicht einmal schwerer als eine normale Aluminium-Sattelstütze – nur teurer (329 Franken). Sie ist ideal für Rennfahrer, die ihren Rücken schonen oder einfach mehr Fahrkomfort haben wollen, und sie eignet sich auch für das Touren- oder Alltagsvelo bestens.
Auf den Lenker stecken und losfahren: GPS-Computer brauchen keine Installation am Velo und fast keine Programmierung. Wie weit und wie schnell man fährt, ermittelt der Computer unabhängig von Velo und Radumfang mithilfe von GPS-Signalen. Das ist praktisch: Dadurch kann er auch sehr einfach mit unterschiedlichen Velos benutzt werden. Wer will, kann am Abend am PC zudem noch die Route nachverfolgen und Kollegen zum Nachfahren schicken. Der «Edge 25» von Garmin schafft das besonders übersichtlich und ist kleiner als eine Streichholzschachtel.
Zuerst wurde gefrotzelt und gespottet, am Schluss drum gestritten: Auf dem Velojournal-Redaktionsausflug war der «Pilger» der heimliche Star. Warum? Mit den breiten Reifen sieht er zwar schwerfällig aus, fährt sich aber erstaunlich leicht und verwandelt eine Schotterstrasse in einen Samtteppich, einen Wanderweg in eine Velotouren-Route. Natürlich: Für die ganz sportlichen Naturen ist der «Pilger» zu träge, wer es aber etwas gemütlicher nimmt, wird damit neues Terrain entdecken und erobern. Man muss sich nur etwas über das Imponiergehabe hinwegsetzen, und schon eröffnen sich auf Radtouren ganz neue Routen

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