Leckere Früchte und stramme Waden

Armin Heyer wollte nach einem Ferienaufenthalt in der Velonation Holland unbedingt etwas mit Zweirädern machen. Zusammen mit seinem Reisegefährten Dominik Hungerbühler gründete er den Lieferdienst «Öpfelchasper».

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Szene, 24.03.2010

Armin Heyer ist gerne draussen in der Natur. Er fährt viel Velo und bildet sich zurzeit in Outdoor-Survival-Kursen weiter. Auch im Winter zieht es ihn nach draussen. Dann kann man ihm auch mal in den Flumserbergen begegnen, wo er sich gerne als Iglubauer betätigt.
Heyer wuchs am Zürichsee auf, studierte an der Universität Zürich Psychologie und arbeitete bei einer Schweizer Bank als Projektleiter für strategische Ausbildungsprojekte, als er zusammen mit Dominik Hungerbühler das Wagnis einer Firmengründung einging. Über ein Jahr lang zahlten sich die zwei Pioniere keinen Lohn aus, sondern steckten das verdiente Geld in ihr Projekt «Öpfelchasper». Und es hat sich gelohnt.

Die Firma wuchs stetig. In Zürich sind heute jeden Montag und Mittwoch bis zu 15 Kuriere unterwegs und liefern frische Ware aus. Nach Zürich und Basel gibt es seit Kurzem auch in Bern die Möglichkeit, sich die Früchte aus biologischem Anbau per Velokurier nach Hause bringen zu lassen.
Der CO2-Ausstoss, der durch den Import (z.B bei Bananen) oder bei den seltenen Auslieferungen per Auto entsteht, wird bei Myclimate kompensiert. Mit den Kompensationsgeldern entwickelt die Schweizer Non-Profit-Stiftung weltweit Klimaschutzprojekte und ermöglicht dadurch konkreten Klimaschutz.

Höchstens mal einen Platten

Für den Transport kommen konventionelle Velos zum Einsatz, kombiniert mit einem Alltagsanhänger von Vitelli aus Basel. Heyer schwört auf diese Kombination. «Die Anhänger sind zwar schwer, dafür aber nahezu unzerstörbar.» Es gebe höchstens mal einen platten Reifen zu flicken, versichert er. Der per Muskelkraft betriebene Lieferdienst funktioniert – Nachahmer sind erwünscht. n

www.oepfelchasper.ch

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