Manchmal hilft Kommissar Zufall bei der Aufklärung von Diebstählen. Am Nachmittag des 2. August fällt der Angestellten eines Chamer Sportgeschäfts ein Mann auf, der ihr auf einem Elektrovelo entgegenkommt. Bei genauerer Betrachtung sieht sie, dass es sich beim Gefährt um ein Test-E-Bike ihres Arbeitgebers handelt.
Die Frau schaut zu, wie der Mann das Velo auf einen nahe gelegenen Parkplatz lenkt und dort in ein Auto lädt. Dann fährt er davon. Weil ihr das alles verdächtig vorkommt, fragt sie im Sportgeschäft nach. So wird der Diebstahl bemerkt.
Laut Mitteilung der Kantonspolizei Zug war die Frau in ihrer Freizeit unterwegs. Geistesgegenwärtig merkte sie sich Teile des Nummernschilds und des Autos. Mit diesen Angaben ausgerüstet begaben sich die Gesetzeshüter auf die Spur des Diebs.
Flucht endet in Sackgasse
Polizisten begaben sich an den Wohnort des mutmasslichen Täters in der Luzerner Gemeinde Ebikon. Wenig später tauchte der Gesuchte dort mit dem von der Frau beschriebenen Auto auf. Als der Mann die Beamten erblickte, versuchte er zu fliehen.
Laut Polizeimeldung fuhr er mit «deutlich übersetzter Geschwindigkeit davon, um sich der Polizeikontrolle zu entziehen». Die Flucht endete jedoch wenig später in einer Sackgasse. Bei der anschliessenden Kontrolle stellten die Polizisten fest, dass der mutmassliche Täter keinen Führerschein besitzt.
Im Kofferraum des Autos wurde zudem das gesuchte E-Bike entdeckt. Der 39-jährige Mann sowie seine 40-jährige Beifahrerin wurden festgenommen. Die Zuger Staatsanwaltschaft eröffnete gegen beide ein Strafverfahren.
Foto: Gian Vaitl







