Weniger Verkehrsunfälle im Jahr 2019

Im ersten Halbjahr 2019 ging die Anzahl schwerverletzter oder getöteter Personen auf Schweizer Strassen deutlich zurück. Damit setzt sich ein langjähriger Trend fort. Allerdings: Bei E-Bike-Fahrenden und Fussgängern nehmen die Unfälle zu.

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Julie Nielsen
24.09.2019

In der ersten Hälfte des Jahres 2019 starben weniger Menschen auf Schweizer Strassen als im Vorjahr. Die Statistik des Bundesamts für Strassen Astra verzeichnet 27 Tote weniger als in der Vorjahresperiode. Erfreulicherweise gab es mit 1553 Personen (gegenüber 1778 im Jahr 2018) auch weniger Schwerverletzte.

Die Anzahl Unfälle hat insbesondere bei Auto- und Motorradfahrenden deutlich abgenommen. Bei E-Bikefahrenden und Fussgängern nahm die Anzahl tödlicher Unfälle jedoch erneut zu. 2019 sind sieben Menschen mit einem Elektrovelo und siebzehn Fussgängerinnen tödlich verunfallt. Sieben Personen wurden auf dem Fussgängerstreifen getötet.

Um die Sicherheit, insbesondere für Velofahrende, zu verbessern, prüft das Astra verschiedene Massnahmen. Laut Medienmitteilung wird etwa die Einführung eines Lichteinschaltobligatoriums bei E-Bikes diskutiert. Auch die Forderung nach einer Tachopflicht für schnelle Elektrovelos steht im Raum.

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Über die Unfallstatistik

Die Halbjahresstatistik der Strassenverkehrsunfälle basiert auf dem Informationssystem Strassenverkehrsunfälle des Astra. Darin werden die von der Polizei gemeldeten Unfälle auf öffentlichen Strassen oder Plätzen erfasst, in die mindestens ein motorisiertes oder nicht motorisiertes Fahrzeug oder ein fahrzeugähnliches Gerät verwickelt ist. Die Ergebnisse der Halbjahresstatistik sind provisorisch. Die definitiven Zahlen werden im Frühjahr 2020 publiziert.

 

Grafik: Velojournal, Quelle: Astra / Foto: pixabay.com

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