Veloindustrie will mitreden

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Laurens van Rooijen, Fabian Baumann
16.01.2018

Ende Dezember 2017 hat sich in Hergiswil eine neue Velo-Lobbyorganisation formiert. Die World Bicycle Industry Association (Wbia) möchte die Interessen der Veloindustrie mit einer einheitlichen Stimme vertreten. Das ganz besonders dann, wenn es um die Formulierung neuer Vorschriften für E-Bikes geht.

Als geeinte Stimme möchte die Wbia Zugang zu Treffen von Einrichtungen der Vereinten Nationen in Genf erhalten. Dort wird in verschiedenen Arbeitsgruppen innerhalb des World Forum for the Harmonization of Vehicle Regulations über technische Themen wie Sicherheit, Lärm oder Beleuchtung diskutiert, die nicht zu Letzt auch für die Fahrradindustrie wichtig sind.

Gründungsmitglieder der Wbia sind die Bicycle Association Japan (BAJ), die Bicycle Products Suppliers Association (BPSA) mit Sitz in den Vereinigten Staaten, die Confederation of the European Bicycle Industry (Conebi) sowie die Taiwan Bicycle Association (TBA).

Der Vorstand der Lobbyorganisation ist ebenfalls international. Die Federführung obliegt dem deutschen Erhard Büchel, der gleichzeitig den Vorsitz des europäischen Branchenverbands Conebi innehat. Ihm zur Seite stehen zwei Vizedirektoren; beide in wichtiger Funktion in der globalen Fahrradindustrie tätig. Satoshi Yuasa ist Chef der Velosparte des japanischen Komponentenherstellers Shimano. Larry Pizzi leitet die Geschicke von Raleigh Electric, eine zur niederländischen Accell-Gruppe gehörende Firma, die den US-Markt mit E-Bikes erobern will. Und um die Finanzen kümmert sich Merida-CEO und TBA-Präsident Michael Tseng.

wbia.ch 



Foto: ZVG


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