Velostadt mit Potenzial

Die Berner Bevölkerung ist mit der Veloinfrastruktur in Stadt und Agglomeration «eher zufrieden». Will die Stadt den Fahrradanteil am Gesamtverkehr steigern, sind weitere Verbesserungen notwendig, zeigt eine Umfrage.

Fabian Baumann, Redaktor (fabian.baumann@velojournal.ch)
News, 12.11.2020

In der Schweiz nimmt Bern den Rang einer Velostadt ein. Für ihre Bemühungen wurde die Hauptstadt 2020 mit dem «Prix Velo Infrastruktur» ausgezeichnet. Der Preis wird alle vier Jahre verliehen. Pro Velo Schweiz zeichnet damit wegweisende Veloprojekte, Massnahmen oder Planungsinstrumente mit Modellcharakter aus, die das Radfahren für die Bevölkerung attraktiv machen.

Die Bundesstadt kommt auch bei den Bernerinnen und Bernern gut weg. Das zeigt eine Umfrage von Pro Velo Bern. Die lokale Lobbyorganisation gab mit einer Onlineumfrage den Radfahrenden eine Stimme. Die Antworten von mehr als 800 Personen bestätigen, dass Bern punkto Velofreundlichkeit auf einem guten Weg ist.

Eine Mehrheit der Umfrageteilnehmenden zeigte sich mit den Verhältnissen in der Stadt und Agglomeration Bern «eher zufrieden». Dennoch gibt es Luft nach oben. So antworte gut die Hälfte der Befragten, dass sie gelegentlich Umwege in Kauf nehmen, um gefährliche Stellen zu umfahren.

«Die Umfrage bestätigt, dass die Infrastruktur weiter verbessert werden muss, um den Anteil des Veloverkehrs zu erhöhen und insbesondere auch mehr Menschen aufs Velo zu bringen, die weniger geübt sind», heisst es bei Pro Velo Bern. Denn die Umfrage zeigt weiter: Wer sich auf dem Velo weniger sicher fühlt, beurteilt die bestehende Infrastruktur deutlich kritischer als der Durchschnitt. Doch gerade die unsicheren Personen müssen erreicht werden, wenn der Veloanteil am Gesamtverkehr weiter gesteigert werden soll.

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