Julie Nielsen,
Redaktorin
(julie.nielsen@velojournal.ch)
News,
Sport,
06.04.2021
Die Vorbereitungen für die Tour de Suisse Women laufen. Allerdings ist unklar, ob Anfang Juni die Rennfahrerinnen in Frauenfeld starten können.
Julie Nielsen,
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06.04.2021
Marlen Reusser an der UCI Strassenweltmeisterschaft 2018 in Innsbruck. (Foto: Granada, CC BY-SA 4.0)
Im Juni statten die besten Radprofis der Welt der Schweiz für die Tour de Suisse einen Besuch ab. Während des Rennens soll auch der Frauenradsport eine Bühne bekommen. Die Tour de Suisse Women umfasst zwei Etappen des Herrenrennens. Zum Starten antreten könnten sowohl World Teams mit den besten Rennfahrerinnen der Welt als auch eine Auswahl des Schweizer Nationalteams. Der Frauen-Velosport soll so in einem ersten Schritt eine sichtbare Plattform erhalten, welche in einem weiteren Schritt von zwei Etappen auf eine längere World Tour-Rundfahrt ausgebaut werden könnte Könnte deshalb, weil die Durchführung der Veranstaltung derzeit auf wackligen Beinen steht.
Das Rennen soll unteranderem mit jenen Bundesgeldern finanziert werden, die für die Strassen-WM 2020 bereitgestellt, aber aufgrund der günstiger ausfallenden digitalen Tour de Suisse nicht verwendet wurden. Jedoch ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar, wann und wie viele der unbenutzten Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen. Weil sich der Rückzahlungsprozess in die Länge zieht, setzen sich nun die Nationalrätinnen Diana Gutjahr und Aline Trede mit einem Vorstoss für die Tour de Suisse Woman ein. Dieser verlangt, dass der Bund eine Defizitgarantie übernehmen soll, damit keine frühzeitige Absage erfolgen muss. «Swiss Cycling braucht diese finanzielle Sicherheit, um nicht Gefahr zu laufen, sich mit diesem tollen Projekt in arge Schieflage zu bringen», halten die beiden Nationalrätinnen fest.
Swiss-Cycling-Geschäftsführer Thomas Peter ist für die Rückendeckung dankbar: «Für unseren Verband ist die Genderäquivalenz von höchster Relevanz. Wir haben vor anderthalb Jahren das Förderprojekt #fastandfemaleSUI gegründet, weil wir im Frauen- Radsport viel brachliegendes Potenzial haben, weil wir unseren jungen Velofahrerinnen etwas bieten wollen und weil wir den gesellschaftlichen Realitäten gerecht werden müssen.»
Es ist ungewiss, wann und ob die Defizitgarantie gesprochen wird. Klar ist aber: Es kann nicht mehr lange zugewartet werden, weil Swiss Cycling sonst auf hohen Kosten sitzen bleibt, die der Verband ohne externe Gelder nicht tragen kann. Deshalb arbeitet der Radsportverband gemeinsam mit Gutjahr und Trede weiterhin mit Hochdruck daran, dass die Tour de Suisse Women stattfinden kann.

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