Pendlermobilität: täglich grüsst die Blechlawine

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31.01.2018

Wer hierzulande einer Arbeit nachgeht, tut das ausserhalb der eigenen vier Wände. Neun von zehn Werktätigen in der Schweiz pendeln zur Arbeit. In der Summe entspricht das fast vier Millionen Menschen, die täglich unterwegs sind. Das zeigen die neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik BfS, die im Rahmen der Strukturerhebung der eidgenössischen Volkszählung 2016 erhoben wurden.

Etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) aller Pendelnden legt den Arbeitsweg im Auto zurück. Was das für das tägliche Verkehrsaufkommen bedeutet, illustriert folgende Rechnung.

2016 pendelten laut BfS 2'058'074 Menschen mit dem Auto zur Arbeit. Bei einem durchschnittlichen Besetzungsgrad von 1,6 Personen pro Fahrzeug macht das 1'286'296 Autos, die morgens und abends unterwegs sind.

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Am meisten Auto-Pendler leben im Kanton Jura. Dort fahren sechs von zehn Werktätigen im Auto zur Arbeit. 

Immerhin ein Drittel der Werktätigen erreicht den Arbeitsplatz mit dem öffentlichen Verkehr, lediglich 15 Prozent zu Fuss oder mit dem Velo.

Der E-Bike-Trend der vergangenen Jahre hat keinen Einfluss auf die Pendlerstatistik. So zeigt der Vergleich der letzten Jahre, dass sich der Anteil des Langsamverkehrs (Fuss, Velo, E-Bike) an den Hauptverkehrsmitteln seit 2010 nicht verändert hat.

Dass dem Langsamverkehr bei der Pendlermobilität eine marginale Bedeutung zukommt, lässt sich jedoch teilweise mit der Erhebungsmethode erklären.

Das Mobilitätsverhalten wird seit 2010 jährlich in Form einer Strukturerhebung zur eidgenössischen Volkszählung ermittelt. Die Stichprobe umfasst etwa 300'000 Personen, die brieflich oder online befragt werden.

Die Befragten könnten mehrere Verkehrsmittel nennen, die sie auf ihrem Arbeitsweg benutzen. Um das Hauptverkehrsmittel zu bestimmen, hierarchisiert das BfS die Antworten. Das bedeutet: Der öV wird dem privaten Autoverkehr übergeordnet, schnelle kommen vor langsamen Verkehrsmitteln. Fährt jemand mit dem Velo an den Bahnhof und danach im Zug an seinen Arbeitswort, gilt die Bahn als Hauptverkehrsmittel.

Weitere Informationen
bfs.admin.ch  

 

Foto: pixabay.com / Grafik: bfs

 

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