Rennen um die WM

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06.03.2018

Zürich möchte Austragungsort der Strassenrad-Weltmeisterschaften 2023 werden. Die Kandidatur soll beim Schweizer Radsportverband Swiss Cycling deponiert werden. Das gab der Zürcher Stadtrat Anfang März bekannt.

Die Weltmeisterschaft im Strassenradsport ist ein Grossereignis. Mehrere Hundert Millionen Menschen verfolgen die Rennen jeweils am Fernsehen. Zudem rechnet die Stadt auch mit vielen Logiernächten.

Doch nicht nur der Tourismus soll von einer Rad-WM in Zürich profitieren. Die Limmatstadt verspricht sich auch einen Anstoss für die Veloförderung. In einer Medienmitteilung des Stadtrats heisst es dazu: «Eine Rad-Strassen-WM 2023 mit ihren Begleitanlässen für den Jugend- und Breitensport sowie für die Bevölkerung kann dem lokalen Radsport und dem Velofahren in Zürich ganz allgemein Impulse geben.»

Neben der grössten Schweizer Stadt liebäugelt auch Bern mit einer Kandidatur für 2023. Martigny möchte die Rennen ein Jahr zuvor austragen. Swiss Cycling wird sich bis Ende Jahr für eine der Städte entscheiden. Anschliessend reicht der Verband die offizielle Schweizer Kandidatur bei der UCI ein.

Die Chance, dass die Weltmeisterschaft in fünf Jahren in der Schweiz stattfände, sei gut, sagt Swiss Cycling Kommunikationsleiter Micha Jegge auf Anfrage von Velojournal.

Der Weltradsportverband UCI organsiert die Strassen-WM seit 1921. Sie findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt. Die Schweiz war zehn Mal Gastgeberin. 1923, 1929 und 1946 massen sich die Velorennfahrer in Zürich. Weitere Austragungsorte waren Bern, Lugano und Mendrisio – alle jeweils zweimal – sowie Altenrhein.



Foto: pxhere.com (CC BY 2.0)

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