Steht die Kultmarke Orange Bikes vor dem Ende?

Im Dezember hat die britische Kultmarke Orange Bikes die Auflösung des Enduro-Rennteams angekündigt. Wegen der nach wie vor schwierigen Marktbedingungen folgt jetzt der Gang in die Insolvenz

Laurens van Rooijen, Autor (lvr@cyclinfo.ch)
News, 09.01.2024

Wer die Website von Orange Bikes besucht, kann die Aktionen kaum übersehen: Hier werden bis zu 60 Prozent Rabatt auf Komponenten wie Federgabeln und Schaltungen sowie bis zu 30 Prozent Rabatt auf Kompletträder geboten. Dahinter stecken wie aktuell bei so vielen Unternehmen der Velobranche hohe Lagerbestände und Liquiditätsengpässe.

Um die Kosten an den sinkenden Umsatz anzupassen, hatte Orange Bikes schon im alten Jahr die Auflösung des Enduro-Rennteams angekündigt. Als Begründung für diesen Schritt nannte die Marke die hohen Kosten sowie Unwägbarkeiten rund um den Enduro-Worldcup und dessen Medienpräsenz.

Orange Bikes zieht Notbremse

Nur wenige Tage später und noch vor Weihnachten zog das Management der Kultmarke, die 2015 von den Gründern an den Produktionspartner Bairstows Sheet Metal veräussert worden war, die Notbremse: Per 22. Dezember 2023 wurde ein Insolvenzverfahren beantragt.

Offensichtlich stand auch hier das Wasser wegen offener Rechnungen bis zum Hals. Somit dürfte Orange Mountain Bikes Ltd, deren Geschichte bis ins Jahr 1988 zurückreicht und auf deren Mountainbikes Legenden wie Steve Peat und Marielle Saner unterwegs waren, eine Atempause für eine finanzielle Restrukturierung eingeräumt bekommen.

Empfohlene Artikel

Empfohlene Artikel

Franco Marvulli.

Ambassador Franco Marvulli: «Auf dem Velo bin ich glücklich»

Illustration von Victor Rigo. Eine Familie mit Velos auf einem Ausflug.
Ratgeber

Abenteuer im Zelt: Velocamping mit Kindern

«C1.12»-Getriebe von Pinion mit Automatik-Funktion.
E-Bike , News

Pinion bringt neue Automatik-Funktion für E-Bikes