Crowdfunding für Steckachse «Steady Ride»: Eine für alle!

Einfach und universell verspricht die Steckachse «Steady Ride» zu sein. An unterschiedlichsten Velos sollen dank der Schweizer Entwicklung Anhänger und Ständer benutzt werden können – ohne mühsames Umbauen.

Aline Kuenzler, Autorin (aline.kuenzler@velojournal.ch)
News, Neuheiten, 05.12.2024

Die Steckachse ist nicht länger eine Seltenheit an teuren Rennvelos, sondern viel eher der Standard für Gravelbikes, Elektrovelos und selbst an Citybikes immer öfter anzutreffen.

Weit weniger einheitlich ist aber die Nutzbarkeit dieser Achsen für Accessoires wie Anhänger oder Veloständer. Solches Zubehör wird auf uneinheitliche Weise am Ausfallende des Velorahmens befestigt. Für die Verwendung eines Kinderanhängers an verschiedenen Velos wird beispielsweise für jedes Zweirad die jeweils passende Stecksachse mit einer Kupplungsaufnahme benötigt. Sobald die Anhängerkupplung montiert ist, passt aber kein Ständer mehr an die Aufnahme am Ausfallende.

Diese wenig nutzerorientierten Entwicklungen der Veloindustrie gipfeln in einer für den Laien undurchsichtigen Materialschlacht. Will der Alltagsfahrer den Anhänger der Nachbarin ausleihen oder die Pendlerin ihre Familienkutsche mit einem Ständer ausrüsten, muss er oder sie sich mit Steckachsenlängen und Gewindesteigungen rumschlagen.

«Das Leben einfacher machen»

Eine wenig erfreuliche Beschäftigung, wie Daniel Ulrich vom Bikeshop Zizers erkannt hat. Er lanciert deshalb mit der «Steady Ride Cycling Thruaxle» eine Steckachse, welche diese Probleme lösen und «das Leben einfach machen» soll. Die Universalachse passt dank mehrerer Adapter auf verschiedene Achslängen und Gewinde. Die Kombination von Ständer und Anhänger wird durch eine «Universal Stand Plate», eine Adapterplatte mit mehreren Montagepunkten ermöglicht. Diese Features wurden in der Schweiz entwickelt und sollen künftig in Europa hergestellt werden.

Bis es aber so weit ist, braucht die «Steady Ride»-Achse weitere Unterstützer innen und Unterstützer. Der Bündner Initiant präsentiert sein Projekt noch bis Ende Jahr auf der Crowdfunding-Plattform «wemakeit», um Startkapital für das neue Produkt zu sammeln.

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