Der Anbieter Smide lancierte im Herbst 2016 das weltweit erste E-Bike-Sharing. Das System funktioniert nach dem Freefloating-Prinzip. Die Velos können in einem definierten Gebiet nach Belieben abgestellt werden.
Nachdem das System in Zürich gut angelaufen ist, steht Smide vor dem Sprung nach Bern. Der Bikesharinganbieter hat von der Bundesstadt die Bewilligung für den Aufbau eines stationslosen Systems erhalten. Für die Bundesstadt ist das ein Novum. Ausser dem offiziellen Leihangebot «Velo Bern» existiert dort bislang kein anderes Bikesharingsystem.
Crowdlending...
Startkapital für den Expansionsschritt sollte ein Crowdlending bringen. Die Idee dahinter: Geldgeber stellen Smide jeweils 5000 Franken zu Verfügung. Als Gegenleistung für das Darlehen winken ein 3-Jahresabo und die verzinste Rückzahlung des Betrags. Als Absicherung dienen die teuren Stromer E-Bikes des Veloverleihs.

Nach eineinhalb Jahren in Zürich will Smide im Herst 2018 auch in Bern durchstarten.
...Grosserfolg
Innerhalb von weniger als einem Tag kam so mehr als eine Viertelmillion Franken zusammen. «Dass es so schnell geht, hat uns extrem überrascht und auch sehr gefreut», sagte Smide Mitgründer und Partner Raoul Stöckle gegenüber Radio «Energy Bern».
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Vom Erfolg beflügelt, lancierte Smide gleich eine zweite Finanzierungsrunde. Und auch diese steht unter einem guten Stern. Aktuell sind mehr als 90 Prozent des anvisierten Betrags von 250'000 Franken beisammen. Für die Expansion nach Bern steht damit voraussichtlich eine halbe Million Franken zu Verfügung.
Konkurrenz für «Velo Bern»
Zum anvisierten Start im Oktober sollen in der Bundesstadt 200 Elektrovelos von Smide bereitstehen. Der Anbieter plant, das Angebot längerfristig auf 300 E-Bikes zu erweitern. Damit wird Smide zum ernsthaften Konkurrenten von «Velo Bern». Dessen Betreiber Publibike sorgte zuletzt für Negativschlagzeilen. Die Schlösser der Velos liessen sich zu leicht knacken, weshalb sie zum Nachrüsten in die Werkstatt mussten.
Smide findet Nachahmer
Bikesharing in der Schweiz: Viele Fische im Teich
Fotos: Mirjam Graf, ZVG







