Die Abkürzung Mips steht für Multi-directional Impact Protection System. Dabei handelt es sich um eine Kunststofffolie, die an der Helminnenseite mittels elastischer Gummibänder befestigt wird. Die Folie kann sich so in der Helmschale bewegen und soll dazu beitragen, die rotativen Belastungen, welche bei einem Sturz vom Helm auf den Kopf und das Gehirn einwirken, zu vermindern.
Die Beratungsstelle für Unfallverhütung BfU liess die Schutzwirkung von Mips-Helmen testen. In zwei Versuchsreihen wurden vier zufällig gewählte Velohelme unterschiedlicher Hersteller, die jeweils als Version mit und ohne Mips auf dem Markt sind, getestet. Dabei wurden auch unterschiedliche Typen – wie Rennrad-, Citybike-, Mountainbike-Helme – berücksichtigt.
Positives Ergebnis
Gemäss BfU zeigen die Resultate der Tests, dass das Mips-System bei den durchgeführten Versuchen einen messbaren Einfluss auf die Belastung des Kopfs, des Gehirns und auch der Halswirbelsäule hat. Die Rotationskomponenten seien deutlich reduziert worden.
Laut den Unfallexperten haben noch weitere Faktoren Einfluss auf die Schutzwirkung eines Velohelms vor Rotationskräften. So sei es wichtig, dass der Helm auf der Aufprallfläche gut rutscht. Von Bedeutung sei auch, dass keine abstehenden Elemente – zum Beispiel eine Befestigung für Visiere, kleine Kunststoffohren oder Lüftungsschlitze – das Rutschen des Helms auf der Aufprallfläche hindern. Entsprechend seien eine runde Form und eine glatte Kunststoffschale optimal für einen bessern Schutz. Die Schutzwirkung eines Mips-Velohelms ist laut BfU besser als jene eines herkömmlichen Helms – sofern der Mips-Helm qualitativ gut ist. In der ersten Versuchsreihe wurde eine Fallvorrichtung, bestehend aus einer vertikalen Führung und darauf fahrendem Schlitten, verwendet. Die Helme wurden auf einer definierten Höhe positioniert und auf eine um 45° geneigte Stahlplatte fallen gelassen. In der zweiten Versuchsreihe wurden die Helme auf einem kompletten Crashtest-Dummy, der seitwärts auf einen Schlitten gelegt wurde, getestet. Dieser Versuch entspricht einem Unfall, bei welchem die Person mit dem Gesicht zum Boden aufschlägt. Fotos: BfU
Die BfU liess die Schutzwirkung von Mips-Fahrradhelmen auf den Prüfstand stellen.Fazit
So wurde getestet







