Manchmal drängt der Termin bei der Velowerkstatt, manchmal lässt er sich aufschieben, weil einem das Problem beim Fahren noch nicht allzu fest in die Quere kommt.
Aber irgendein Problem gibt es meistens. Eine Bremse klemmt, das Rücklicht springt nicht mehr an oder die Pneus sind rissiger als sie es eigentlich sein sollten.
Am Samstagnachmittag haben Interessierte nun die Möglichkeit, ihre Veloprobleme mit fachlicher Unterstützung und bereitgestellten Materialien gleich selbst zu identifizieren und anzupacken; beim Reparatur-Workshop «Sattelfest».
Initiantin mit Hintergrund
Dass es zu dieser Veranstaltung kommen konnte, ist mehreren Akteurinnen und Akteuren geschuldet.
Zuvorderst Celia Honauer, die das Projekt initiiert hat. Sie ist passionierte Velofahrerin, Hobby-Mechanikerin und Praktikantin bei der «Urban Equipe», die sich für partizipative und niederschwellige Stadtentwicklungsprozesse einsetzt. Unterstützt wird das Projekt ausserdem durch Gelder aus dem Partizipativen Budget-Test «Stadtidee», getragen von der Stadt Zürich.
Nachdem die Bevölkerung im letzten Sommer dazu eingeladen wurde, Vorschläge für die Gestaltung ihres Quartiers mit Fokus auf die Themen Klima, Umwelt, Kinder oder Jugendliche einzureichen, befinden sich nun zahlreiche Ideen in der Umsetzungsphase, darunter auch «Sattelfest».
Weiter hat Celia einen Projektbeitrag von Gesundheitsförderung Kanton Zürich für «Sattelfest» zugesprochen bekommen.
Veloförderung als Ziel
Ziel des Projekts sei es, schreibt Celia in ihrem Konzept, das Velo als Verkehrsmittel zu fördern und die Bevölkerung dazu zu ermächtigen, einfache handwerkliche Veloreparaturen selbstständig durchzuführen.
Der Fokus liege dabei auf FLINTAQ Personen (Frauen, Lesben, inter, Non-binär, trans, asexuell und queer). Hürden der Teilnahme sollten möglichst abgebaut werden, indem etwa nicht nur männliche Velomechaniker engagiert werden.








