Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
11.04.2024
Der Nachfragerückgang drückt auch bei Pon.Bike aufs Geschäft. Die jüngst veröffentlichten Zahlen für 2023 zeigen aber, dass sich der umsatzstärkste Velohersteller Europas achtbar geschlagen hat.
Laurens van Rooijen,
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(lvr@cyclinfo.ch)
News,
11.04.2024
Pon.Bike gehört mit mehr als 20 Marken wie Cannodale, Focus, Kalkhoff, Santa Cruz oder Urban Arrow zu den weltweit grössten Unternehmen der Velobranche. (Foto: ZVG)
Dank einer klaren Strategie und einer Reihe von Übernahmen ist Pon.Bike binnen weniger Jahre zum umsatzstärksten Velokonzern Europas aufgestiegen.
Das Tochterunternehmen des niederländischen VW-Importeurs hat dabei die Accell Group überholt. Daran dürfte sich auch im vergangenen Jahr nichts geändert haben, wenngleich diese Aussage ein Stück weit spekulativ ist, da die Accell Group nicht mehr an der Börse gehandelt wird und daher auch ihre Geschäftszahlen nicht mehr veröffentlicht.
Gemessen am Absatz von Velos und E-Bikes in verschiedenen europäischen Ländern hat sich Pon.Bike 2023 achtbar geschlagen, wie die nun publizierten Geschäftszahlen zeigen.
Die gesamte Pon Holdings konnte im Jahr 2023 leicht zulegen und zum zweiten Mal in der Konzerngeschichte einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro erwirtschaften. Bei Pon.Bike ging der Umsatz dagegen um rund 5 Prozent auf 2.3 Milliarden Euro zurück.
Vor allem der nordamerikanische Markt, der stärker auf sportliche Segmente ausgerichtet sei und darum empfindlicher auf Konjunkturschwankungen reagiere, habe für diesen Rückgang gesorgt, macht Pon.Bike in einer Medienmitteilung geltend. Pon-Holding-CEO Janus Smalbraak verwies darauf, dass der gesamte Velo- und E-Bike-Markt einer beträchtlichen Korrektur unterzogen werde.
Mit der Fertigung eines ersten Laufrads konnte die Installation der halbautomatisierten Laufrad-Montage in Litauen abgeschlossen werden. (Foto: ZVG)
Auch Pon.Bike erwartet nach dieser Korrektur aber wieder ein gesundes Wachstum der Nachfrage und investiert daher in zusätzliche Fertigungskapazitäten. So sind die Bauarbeiten am Montagewerk im litauischen Kedainiai weit fortgeschritten. Hier sollen künftig auf einer Fläche von 40'000 Quadratmetern jährlich bis zu 450'000 Velos und E-Bikes der Marken Gazelle, Kalkhoff und Focus gefertigt werden.
Die Bauarbeiten sind beendet, vor kurzem lief das erste halbautomatisch gefertigte Laufrad in Litauen vom Band. Das Werk in Kedainiai soll ab Sommer 2024 die reguläre Produktion aufnehmen und wird bis zu 600 Arbeitsplätze bieten.

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