Julie Nielsen,
Redaktorin
(julie.nielsen@velojournal.ch)
News,
30.03.2022
Verkehrskreisel gehören für Velofahrende nach wie vor zu den Unfallhotspots. Ein Grund dafür ist, dass Velofahrende von Automobilisten oft abgedrängt werden. Das zeigt eine Studie der Suva.
Julie Nielsen,
Redaktorin
(julie.nielsen@velojournal.ch)
News,
30.03.2022
Für Velofahrende ist die Gefahr, im Kreisel übersehen zu werden, gross. Deshalb wird empfohlen, in der Mitte des Kreisels zu radeln. Eine im Jahr 2021 durchgeführte Pilotstudie der Suva, der Stadt Luzern und von Swisstraffic zeigt, dass sich Velofahrende aber bei hohem Verkehrsaufkommen im Kreisel abdrängen lassen.
Die Unfallstatistik verdeutlicht: Bei jedem dritten Unfall im Kreisel ist ein Velo involviert, doch in nur 4 Prozent der Unfälle trägt der Velofahrer oder die Velofahrerin die Schuld. Aufgrund dieser Ausgangslage und im Rahmen eines Präventionsauftrags startete die Suva eine Pilotstudie.
Für die Studie wurden drei Messungen von April bis September 2021 in drei ausgewählten Kreiseln im Raum Luzern durchgeführt. Im Zeitraum dazwischen liefen jeweils Präventionskampagnen. Bei der ersten Messung fuhren 62 Prozent aller Velofahrenden korrekt in der Mitte des Kreisels. Diese Zahl konnte durch die Kommunikationsmassnahmen auf 79 Prozent bei der letzten Messung gesteigert werden.
Allerdings gibt die Studie nicht nur Aufschluss darüber, ob die Präventionsmassnahmen Wirkung zeigten. Aus den Ergebnissen lässt sich ebenfalls ablesen, dass sich Velofahrende bei hohem Verkehrsaufkommen und dicht aufeinander folgenden Autos von diesen aus der Mitte des Kreisels abdrängen lassen. Vor allem von Personenwagen. Bei Lastwagen war das Problem weniger zu beobachten. Wer nicht mittig im Kreisel fährt, wird allerdings von anderen Verkehrsteilnehmern viel weniger wahrgenommen und gerät schnell in den toten Winkel von grösseren Fahrzeugen.
Darüber hinaus zeigt sich auch ein gewisser Nachahmungseffekt bei den Velofahrenden. Fahren zwei Velos hintereinander, übernimmt die nachfolgende Person die Fahrweise der vorderen. Fährt die vordere Person korrekt mittig im Kreisel, fährt die hintere ebenfalls mittig. Beim Abdrängenlassen ist der Effekt leider der gleiche.
Auch scheint es abhängig von Tag und Uhrzeit zu sein, ob Velofahrende korrekt mittig in den Kreisel einspuren oder nicht. So fahren unter der Woche und insbesondere montags besonders viele Personen mittig im Kreisverkehr. Ganz im Gegensatz zum Wochenende. Auch wird morgens und abends korrekter gefahren als zu anderen Tageszeiten, zeigt die Studie.
Fährt man auf einen Kreisel zu, sollte man schon bei der Zufahrt in die Mitte der Fahrbahn einspuren. Im Kreisel und kurz davor keine anderen Fahrzeuge mehr überholen. Im Kreisel selbst in der Mitte der Fahrbahn bleiben und rechtzeitig mit einem deutlichen Handzeichen anzeigen, wenn man den Kreisel verlassen möchte.

Abonnieren Sie den Velojournal-Newsletter. Als Dankeschön erhalten neue Abonnenten eine Velojournal-Ausgabe kostenlos.
Jetzt abonnieren!
17. bis 19. März 2026
Velafrica Velo-Abholaktion: Zürichsee Süd
Jährlich führt Velafrica mehrere Velo-Abholaktionen in verschiedenen Schweizer Städten/Regionen durch....
20. bis 22. März 2026
Cyclingworld
Die Cyclingworld ist Europas Ausstellung für feinste Radkultur und bietet alles rund um das Thema Fahrrad &...
21. März 2026
Velo Putz- & Flicktag im Cheesmeyer
Putz Dein Fahrrad für die neue Saison heraus! Werkzeuge und Putzmaterial stehen zur Verfügung, Fachleute...
28. März 2026
Kidical Mass St. Gallen
Die Kidical Mass ist der Veloumzug für Kinder und ihre Familien.
Farbenfroh fährt die Kidical Mass auch...
28. März 2026
Velobörse Pro Velo Zug
Möchten Sie ein Velo, Kindervelo, Anhänger(velo) oder E-Bike (ver)kaufen? Fahrräder der Marke Totem,...
Zu den Terminen
Cycljobs ist die Stellenbörse der Schweizer Velobranche. Neuer Job gesucht? Hier finden Sie ihn.
Offene Stellen ansehenHaben Sie Fragen zu Ihrem Abonnement? Gerne helfen wir Ihnen weiter.
Aboservice und Rechnung
Velomedien AG / Velojournal
Claudia Frei
Kalkbreitestrasse 33
8003 Zürich
Telefon: +41 44 241 60 32
administration@velojournal.ch