Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
22.05.2026
Wegen des Krieges im Persischen Golf sind die Treibstoffpreise seit Anfang März deutlich gestiegen. Dies belastet die Haushaltsbudgets – und verändert prompt das Mobilitätsverhalten. Davon profitiert auch das Velo.
Laurens van Rooijen,
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(lvr@cyclinfo.ch)
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22.05.2026
Die Preise für Benzin und Diesel sind an den Tankstellen gestiegen. Eine Chance für das Velo? (Foto: Velomedien, Laurens van Rooijen / Diagramme: zVg Marketagent Schweiz)
Der am 28. Februar begonnene Angriff Israels und der USA auf den Iran wirkte sich unmittelbar auf die globalen Energiemärkte aus. Wegen der grossen Unsicherheit rund um die Strasse von Hormus stiegen die Preise für Benzin und Diesel rasant an – und verharren seither auf hohem Niveau.
Zwar ist Europa davon etwas weniger stark betroffen als Asien, da die Golfregion hier nicht die primäre Bezugsquelle für fossile Energieträger ist. Dennoch haben die Preise für Benzin und insbesondere für Diesel auch in der Schweiz seit Ende Februar markant angezogen.
Die Treibstoffpreise sind in der Schweiz mit Kriegsausbruch am Persischen Golf gestiegen und seither nicht merklich gesunken.
Laut einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Marketagent Schweiz bedeuten die höheren Spritpreise für fast zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung zumindest eine mittelstarke finanzielle Mehrbelastung. In Haushalten mit niedrigen Einkommen empfinden gar 43 Prozent der Befragten diese Belastung als eher gross oder gross.
Die teuren Tankfüllungen wirken sich nun spürbar auf das Alltagsverhalten aus: 40 Prozent der Befragten geben an, ihr Auto bereits etwas seltener zu nutzen als zuvor.
Wegen der hohen Treibstoffpreise steigen viele auf den öV um oder gehen zu Fuss – und immerhin 23,6 Prozent der Befragten nutzen vermehrt Velo, E-Bike oder E-Trotti.
Jede neunte Person hat die Autonutzung sogar deutlich reduziert. Stattdessen werden Strecken vermehrt mit dem öV oder zu Fuss zurückgelegt. Doch auch Velo, E-Bike und E-Trotti profitieren von den hohen Spritpreisen und werden deutlich häufiger genutzt.
Für den Velo- und E-Bike-Fachhandel eröffnet dies Chancen auf mehr Service- und Reparaturaufträge. Ein Trend, der anhalten dürfte: 40 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Preise an den Zapfsäulen mindestens bis Ende Jahr hoch bleiben.
Für die Studie befragte Marketagent Schweiz zwischen dem 30. April und 11. Mai insgesamt 1000 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren.

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