Genf hat dem dänischen Bikesharing-Unternehmen Donkey Republic die Konzession für ein kantonales Veloverleihsystem erteilt. Donkey Republic darf den öffentlichen Grund nutzen. Im Gegenzug betreibt das Unternehmen einen öffentlichen Veloverleih im Stadtkanton.
Donkey Republic ging bereits im Januar siegreich aus einer öffentlichen Ausschreibung hervor. Weil ein unterlegener Anbieter aber in Berufung ging, musste das Genfer Verwaltungsgericht über den Fall entscheiden. Dieses hat nun den Antrag auf aufschiebende Wirkung des Ausschreibungsverfahrens abgelehnt, wie der Kanton Genf am 11. Mai mitteilte.
Allerdings ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die Genfer Verwaltungskammer hat noch über die Urteilsbegründung zu entscheiden. Bis es so weit ist, können der Kanton Genf und zwanzig Partnergemeinden ihre Vorbereitungsarbeiten mit Donkey Republic wieder aufnehmen, heisst in einer Medienmitteilung. Ziel sei, das Veloverleihsystem so rasch als möglich einzusetzen.
Damit will Genf den Schlussstrich unter ein unrühmliches Kapitel ziehen. Stadt und Kanton wollen seit mehr als zehn Jahren einen öffentlichen Veloverleih aufbauen. Das erste System wurde im Jahr 2007 lanciert. Wegen eines Streits mit Werbeplakatunternehmen musste der Versuch bald wieder beendet werden. Seither scheiterten diverse weitere Anläufe.
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