Endura macht grün

Der Velokleider-Hersteller Endura will seinen ökologischen Fussabdruck verringern. Dazu sollen jedes Jahr eine Million Bäume gepflanzt werden, verkündet das Unternehmen.

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Julie Nielsen
23.01.2020

Der schottische Hersteller für Velobekleidung Endura möchte seinen globalen Fussabdruck verringern. Einerseits durch das Pflanzen von einer Million Bäumen jährlich und wohltätigen Spenden, andererseits durch PFC-freie Sportbekleidung und einen Reparaturservice.

Die Textilindustrie sorgt weltweit für hohe Kohlendioxidemissionen und beeinflusst somit die Umwelt massgeblich. Um nachhaltige Mode zu produzieren, verzichtet Endura seit 2018 auf PFC, weltweit bekannt unter dem Handelsnamen Teflon. Der Thermoplast PFC ist chemisch kaum angreifbar und hat aufgrund der sehr langen mittleren Verweilzeit in der Atmosphäre hohe Treibhauspotenziale. Ferner sorgt das Unternehmen mit einem hauseigenen Reparaturservice dafür, dass die Kleidung möglichst lange getragen werden kann.

«Es gibt drei fundamentale Bereiche, die die Umwelt nachhaltig beeinflussen», erklärt Pamela Barclay, Mitgründerin und Markendirektorin von Endura. «Das Einfärben der Textilien, der Energieverbrauch der Produktionsstätten und der Produktlebenszyklus.» Laut Pressemitteilung kann das Unternehmen das Färben beeinflussen, indem es nur mit auf die Umwelt bedachten Fabriken zusammenarbeitet. Jedoch könne man die Energieinfrastruktur in China nicht ändern oder die Wiederverwertungsfrage von Bekleidungsstücken alleine lösen.

Die Herausforderungen liegen folglich bei der Infrastruktur. Diese umzukrempeln und zu revolutionieren dauert Jahre. Endura-Gründer Jim McFarlane bemerkt, dass die Zeit abläuft. «Das, worauf wir uns jetzt konzentrieren müssen, ist der Klimanotstand. Wenn die Pole einmal geschmolzen sind, werden sie nicht so schnell wieder gefrieren. Deshalb haben wir die <One Million Trees>- Initiative ins Leben gerufen.»

Der Schottische Veloschneider will in den nächsten zehn Jahren jedes Jahr eine Million Bäume pflanzen und damit zur Wiederaufforstung von gerodeten Wäldern beitragen. Wissenschaftliche Befunde hätten gezeigt, dass das Pflanzen von Bäumen die kostengünstigste und effektivste Weise sei, die Kohlenstoffemissionen in der Atmosphäre zu senken, schreibt Endura. Weil sich die dafür notwenigen finanziellen Mittel nicht aus dem Ärmel schütteln lassen, wolle man bei Geschäftsreisen und dem Sponsoring von Athleten Abstriche machen.

Weitere Informationen zur One Million Tree Initiative können hier nachgelesen werden.

 

 

Bild: ZVG

 

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