E-Scooter: Wie werden sie genutzt?

In den letzten Jahren sind in vielen europäischen Städten Sharing-Angebote von E-Scootern aufgetaucht. In der Schweiz gibt es Angebote in Zürich, Winterthur, Basel und St. Gallen. Ein Ingenieursbüro hat untersucht, wie die E-Trottis genutzt werden.

no-image

Julie Nielsen
26.02.2020

E-Scooter erleben derzeit einen regelrechten Boom: Innerhalb eines Jahres hat sich ihre Anzahl verzehnfacht. In Paris wurden im Frühjahr 2019 – nur ein Jahr nach der Einführung der E-Scooter – bereits 1 % aller Wege mit dem elektrischen Trottinett zurückgelegt. Doch woher kommt das Interesse an diesem Sharing-Angebot und für welche Strecken werden die E-Trottis verwendet?

angebot limebike googleDie Limebike Standorte sind synchronisiert mit Google Maps

Basierend auf einer Nutzerinnen-Umfrage im April 2019 in den Städten Paris, Lyon und Marseille kam das Ingenieurbüro 6t in einer kürzlich veröffentlichen Studie zu folgendem Ergebnis: Die Nutzer sind mit 66 % mehrheitlich männlich und überwiegend jung, Studierende oder Führungskräfte. Die Hälfte der Befragten ersetzt mit dem E-Scooter Strecken, die zuvor zu Fuss zurückgelegt wurden. Rund ein Drittel benutzt das Angebot als Alternative zum öffentlichen Verkehr. Dem Velo laufen die E-Trottis scheinbar nicht den Rang ab.

Die Studienautoren kommen zum Schluss, dass die Sharing-Angebote von E-Scootern kein dringendes Bedürfnis befriedigen, sondern eher ein spezielles Erlebnis bieten: Ein flexibles Verkehrsmittel, das es einem ermöglicht, jederzeit anzuhalten und deutlich schneller als zu Fuss und ohne Wartezeiten auf den Bus durch die Strassen zu gleiten.

 

 

Bilder: Julie Nielsen, Screenshot Google Maps

Empfohlene Artikel