Die UCI Strassen-Weltmeisterschaften finden 2020 und 2024 in der Schweiz statt. Das gab Swiss Cycling am 27. September bekannt. Bereits in zwei Jahren soll die WM in der Region Aigle-Martigny stattfinden. Kandidaten für die Austragung im Jahr 2024 sind Bern und Zürich. Alle Orte hatten im Vorfeld ihre Kandidatur bei Swiss Cycling deponiert.
Die Doppelvergabe der Weltmeisterschaft durch den internationalen Radsportverband UCI ist ein Novum. Im kommenden Jahr finden die Rennen in der nordenglischen Grafschaft Yorkshire statt. Ein Jahr darauf hätte das Grossereignis im italienischen Vicenza über die Bühne gehen sollen. Weil die dortigen Veranstalter aus finanziellen Gründen von der Austragung zurücktraten, musste die UCI nach Ersatz suchen. Fündig wurde man in der Region Aigle-Martigny. Aufgrund der kurzfristigen Vergabe ist die Finanzierung noch nicht geklärt. Die Organisation läuft auf Hochtouren.

Tausende Zuschauer säumen die Strassen bei der WM 2018 in Innsbruck. Im Bild das Einzelzeitfahren der Herren Elite in der Stadt Rattenberg.
Für Bern oder Zürich ist der Zeitplan weniger eng. Swiss Cycling will im März 2019 bekannt geben, welche Stadt den Zuschlag erhält. Geschäftsführer Markus Pfisterer sieht in der Doppelvergabe an die Schweiz eine grosse Chance: «Die Weltmeisterschaften verleihen dem Schweizer Radsport einen kräftigen Schub, das Thema Velo wird in der Bevölkerung noch stärker verankert.»
Ähnlich tönt es bei den potenziellen Austragungsorten. «Eine Rad-Strassen-WM mit ihren Begleitanlässen für den Jugend- und Breitensport sowie für die Bevölkerung kann dem lokalen Radsport und dem Velofahren ganz allgemein Impulse geben», schrieb der Zürcher Stadtrat anlässlich der Kandidatur. Die Weltmeisterschaft im Strassenradsport ist ein Grossereignis. Mehrere Hundert Millionen Menschen verfolgen die Rennen jeweils am Fernsehen. Und auch der Tourismus profitiert. Zürich und Bern rechnen mit vielen Logiernächten.
Foto: Innsbruck-Tirol2018 / Sebastian Schels / BettiniPhoto







