Motorfährräder, sprich Mofas, waren vor mehr als dreissig Jahren in der Schweiz äussert populär. Ihren Höhepunkt erreichte die Beliebtheit 1981. Damals waren auf den Strassen rund 690'000 Töffli unterwegs. Will heissen: Auf neun Einwohnerinnen und Einwohner kam ein Mofa.
Doch dann machte der Gesetzgeber dem Töffli-Boom den Garaus. Die Einführung der Helmpflicht liess die Verkäufe ab den 80er-Jahren einbrechen. Im Verlauf der Zeit schmolz der Töffli-Bestand dahin. 2010 knatterten fünfmal weniger Zweiakter umher als 1980.
Neuer Boom
Seit dem Jahr 2010 zeigt die Statistik in der Kategorie Mofa wieder nach oben. Der Aufschwung ist aber nicht dem stinkenden Zweitaktmotor zu verdanken, sondern dem Elektroantrieb. Denn schnelle E-Bikes (mit Tretunterstützung bis 45 km/h und gelbem Nummernschild) werden hierzulande zu den Motorfahrrädern gezählt.
{{mofa-bestand}}
Das «Mofa» in Form des schnellen E-Bikes erlebt seit einigen Jahren einen neuen Boom.
Und die Elektrovelos boomen. Innerhalb von weniger als einer Dekade stieg der «Mofa»-Bestand um 60'000 Stück an. Heute rollen wieder mehr als 200'000 Motorfahrräder auf den Strassen – die überwiegende Mehrheit davon, dürfte einen Elektromotor haben.
Foto: ZVG / Grafik: Velojournal (Quelle: Bundesamt für Statistik)







