Die SBB spürt ein stark angestiegenes Interesse an grenzüberschreitenden Zugverbindungen. «Die Nachfrage im internationalen Bahnverkehr hat im ersten Halbjahr 2019 deutlich zugenommen», teilte die Bahn am 19. August mit.
Neben dem Angebotsausbau führt die SBB die Nachfragesteigerung auch auf die zunehmende Bedeutung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit zurück. Darum wolle man nun die internationale Zusammenarbeit mit der ÖBB ausbauen. Ziel ist unteranderem eine Erweiterung des Nachtzugangebots.
Im Fokus steht eine Kapazitätserweiterung für die bereits angebotenen Strecken Zürich-Basel-Berlin und Zürich-Basel-Hamburg. Für diese beliebten Verbindungen deckt das Angebot die hohe Nachfrage bereits nicht mehr. Ausserdem streben beide Kooperationspartner an, weitere noch zu bestimmende europäische Städte ins gemeinsame Nightjet-Netz aufzunehmen und mit der Schweiz zu verbinden. Zürich ist bereits heute nach Wien der zweitgrösste Start- und Endbahnhof für den Nachtzugverkehr in Europa. Das Angebot verbindet die Schweizer Metropole mit Hamburg, Berlin, Wien, Graz, Budapest, Prag und Zagreb. Nach Hamburg ist dank Velostellplätzen die Fahrradmitnahme von April bis Oktober problemlos möglich. Auf allen anderen Verbindungen kann das Velo im Velosack kostenlos transportiert werden. Ein Ausbau der Nachtzugverbindungen geschieht aber nicht von heute auf morgen. Die ÖBB hat zwar bereits neue Nightjet-Garnituren bestellt. Laut der österreichischen Bahn ist die Produktion der Züge aber erst gerade angelaufen. Bis die Wagen auf den Schienen rollen, wird es noch mindestens drei Jahre dauern. Bilder: ZVG
Immer mehr Reisende benutzen den Nachtzug.Gemeinsam sind sie stark
Langer Zeithorizont
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