Der kalifornische E-Trottinettvermieter Lime hat sein Angebot aufgrund der Pandemie an fast allen Standorten weltweit pausiert. Dies belastet den Umsatz stark und könnte sogar die Zukunft des Unternehmens gefährden.
Seit dem Coronaausbruch verzeichnet Lime immer weniger Fahrten. Durch staatliche Schutzmassnahmen ist innerhalb kürzester Zeit die Anzahl der verzeichneten Fahrten markant gesunken. In Paris als einem der wichtigsten Märkte verzeichnet Lime einen Nutzungsrückgang von 98 Prozent. Zudem erhöht das Unternehmen laut eigenen Angaben die Hygiene bei den E-Trottis und reinigt und desinfiziert sie häufiger, wodurch höhere Wartungskosten entstehen.
Bereits im Januar 2020 zog sich der Mobilitätsanbieter mangels Profitabilität aus zwölf Städten zurück und hat jetzt angesichts der Coronakrise sein Angebot zusätzlich massiv ausgedünnt. Dennoch scheinen die laufenden Kosten zu hoch zu sein. Lime plant daher bereits in der Zentrale in San Francisco 50 bis 70 Stellen zu streichen. Laut demFinanzportal Bloombergreichen die Geldreserven des Unternehmens nur noch für drei Monate.
Auch das Geschäft des Anbieters Bird – der mit den SBB eine Partnerschaft hat – pausiert in Europa. Anders als bei Lime soll das Kapital von Bird aber gut ins Jahr 2021 reichen. Jedoch hat das Unternehmen bereits gravierende Massnahmen wie die Entlassung von fast einem Drittel aller Mitarbeitenden getroffen. Ebenso hat der schwedische Anbieter Voi in den meisten Städten den Betrieb eingestellt und wird einen Teil seiner Mitarbeiter entlassen müssen. Um in der schwierigen Zeit nicht ganz untätig zu sein, haben sich laut eigenen Angaben sowohl Bird wie auch Voi dazu entschieden, ihre E-Trottis gratis medizinischem Personal für Hausbesuche zur Verfügung zu stellen. Bilder: ZVG, Julie Nielsen
Das Coronavirus setzt dem ohnehon schon hart umkämpften Markt der Mobilitätsanbieter arg zu.







